Was wollen Tübinger von der neuen Landesregierung?
Die Sondierungsgespräche zwischen den Grünen und der CDU zur neuen Landesregierung haben begonnen. Im Zuge des Ganzen haben nicht nur CDU und Grüne Forderungen gestellt, es gibt auch Forderungen von Parteien wie der Linken und von Organisationen wie der IHK. Wir waren in Tübingen, um uns anzuhören, was die Leute auf der Straße von der neuen Regierung wollen.
Wohl passend für eine generell eher progressive Stadt wie Tübingen kommt das Thema Umwelt bei den Befragten immer wieder zur Sprache. Wenn überhaupt, so eine Befragte, haben die Grünen nicht gut genug abgeschnitten. Das Klima sei immerhin Lebensgrundlage. Auch der Bezug zur Stadt wird gemacht, mit der grünen Energie und den Radwegen, die sich überall in der Universitätsstadt finden.
Mehr als die Hälfte der Zweitstimmen in Tübingen ging an die Grünen, nur knapp über 16% an die CDU. Da ist es kein Wunder, dass Klimaschutz hier für viele wichtig ist. Auch Themen wie der öffentliche Verkehr kommen immer wieder zur Sprache.
Eine Befragte wünscht, dass Busse für Rentner umsonst werden, da diese sonst nicht viele Fortbewegungsoptionen hätten. Ein anderer Befragter will nur, dass Busse pünktlicher kommen, doch bringt auch mangelndes Geld für die Bildung zur Sprache.
"Vor allem, ich bin auf der Gemeinschaftsschule West. Und ich bin da in der Oberstufe. Und viele Sachen gehen halt nicht, weil da Geld fehlt. Und das wäre schön, wenn man da halt ein bisschen mehr Geld reinstecken würde."
Hohe Erwartungen also an die neue Landesregierung. Diese muss es jetzt erst einmal durch die Sondierungsgespräche schaffen. Wie die Koalition dann aussehen mag und wo sie ihren Fokus setzt, weiß bis jetzt noch keiner.
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