Neueröffnung im Technologiepark Tübingen-Reutlingen
Der Technologiepark Tübingen-Reutlingen in Reutlingen West hat am Montag zwei neue Gebäude eingeweiht. Das Gelände, das dem Naturwissenschaftlich-Medizinischen Institut, kurz NMI, als Zuhause dient, ist seit seiner Gründung vor fast 30 Jahren enorm gewachsen und zum Heim für mehr als 60 Firmen geworden. Der neue Bau soll die Türen für weitere öffnen.
An der Grenze zwischen zwei Landkreisen liegt der Technologiepark Tübingen-Reutlingen. Von hier aus operiert das NMI jetzt schon seit mehreren Jahrzehnten. Die Mission des Instituts: Brücken von der theoretischen Gesundheitsforschung zur wirtschaftlichen Anwendung zu bauen.
Prof. Katja Schenke-Layland, Direktorin des NMI, erklärt: "1998 ist dann das Institut auf die Gemarkung West gekommen. Hier war grüne Wiese. Man hat ein Bürogebäude gehabt, das das NMI dann bezogen hat. Wir haben es dann nach und nach auf eigene Kosten umgebaut in ein Laborgebäude. Und da ist dann auch im Anschluss über die Zeit ein ganzes Ökosystem entstanden."
Der aktuelle Anlass unterstreicht dieses Wachstum: die Neueröffnung zweier Gebäude. Das M53 ist das 7. Gebäude des Parks, das M53/1 beinhaltet eine neue Laborlandschaft. Hier will das NMI die Forschung in Bereichen wie Biotech und Pharma weiter vorantreiben. Das alte Gebäude, das M55, reichte dafür nicht mehr aus.
"Und der andere Wunsch war, Laborfläche entstehen zu lassen, um eben auch Firmen hier die Möglichkeit zu geben, sich anzusiedeln", erklärt Schenke-Layland. "Das ist der Bereich dann von der TTR. Aber auch die freiwerdenden Flächen am NMI sollen zukünftig wieder für Spinouts, Startups, aber auch andere Firmen, die sich vom Ausland hier ansiedeln wollen, zur Verfügung stehen."
Der Andrang zur Eröffnung war groß und unterstreicht die Bedeutung des Geländes. Nicht nur Oberbürgermeister Thomas Keck aus Reutlingen und Oberbürgermeister Boris Palmer aus Tübingen waren unter den Gästen. Auch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hielt eine Rede.
Das Gelände repräsentiert für sie, was Baden-Württemberg stark macht: "Wir haben eine hohe F- und E-Quote. So nennt man den Anteil, an Forschung und Entwicklung, am Brutto-Inlandsprodukt, der in Innovationen investiert wird. Der ist weltweit einer der höchsten bei ca. 5,7 %. Das heißt unsere Unternehmen, die Wissenschaft, investieren viel Geld in Forschung und Entwicklung."
Diese Ressourcen müssten in marktfähige Produkte transferiert werden. So entstünden neue Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Daher hat das Land die neuen Gebäude auch mitfinanziert. Gerade in wirtschaftlich schwachen Zeiten, in denen der Druck durch die Konkurrenz aus anderen Teilen der Welt steigt, sei es wichtig, in die eigene Innovation zu investieren.
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