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Tübingen

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25 Jahre Hertie-Zentrum

Unweit der Universitätsklinik gelegen befindet sich in Tübingen das „Hertie-Zentrum für Neurologie“. Das Zentrum wurde mit dem im Jahr 2001 unterzeichneten Vertrag zwischen der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und dem Land Baden-Württemberg, der Universität sowie dem Universitätsklinikum geschaffen. Eine Bündelung öffentlicher Ressourcen und privater Stiftermittel, die laut eigener Aussage deutschlandweit einzigartig ist und die dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Ein Gehirn in der Hand halten ist eine Erfahrung, die wohl nicht viele Menschen machen – auch wenn das im Bezug auf die Präsente für Cem Özdemir und und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski eher im übertragenen Sinn zu verstehen ist.

Doch eigentlich waren die Ministerin und der Ministerpräsident nicht nach Tübingen gekommen, um Geschenke zu empfangen, sondern um zu gratulieren. Für die Vorstandsvorsitzende der Hertie-Stiftung, Annette Schavan, ein Kompliment: "Dass der Ministerpräsident und die zuständige Ministerin kommen ist ja etwas ganz Seltenes und zeigt, dass dieses Institut hier in Tübingen für die Landesregierung eine große Bedeutung hat und dass sie es würdigen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern damit auch eine große Anerkennung haben zukommen lassen".

In seiner Ansprache zum Jubiläum hob Özdemir die große Rolle hervor, die das Zentrum im Bereich der Hirnforschung im letzten Vierteljahrhundert gespielt habe. Gleichzeitig plädierte er dafür, sich zur Wissenschaftsfreiheit als Teil des Grundgesetzes zu bekennen – nicht nur, aber auch bezogen auf das Hertie-Zentrum.

"Hier findet Forschung auf höchstem Stand statt – was das Thema Gehirn angeht. Danke auch an die Hertie-Stiftung für 25 Jahre und dass das hier unterstützt wird. Das Land begleitet es entsprechend und hier findet Forschung auf höchstem Niveau statt, die aber auch ganz praktisch in die Anwendung kommt" so Özdemir.

Man hab große Entwicklungssprünge im Bereich der Hirnforschung gemacht. Für Krankheiten wie zum Beispiel Parkinson untersuche man inzwischen Methoden zur Bekämpfung, statt diese „nur" diagnostizieren zu können.

"Bis jetzt war es immer so, dass die Forschung sagen konnte, was man hat. Dann wusste man, welche Krankheit man hat. Jetzt sind wir in dem Stadium, wo es um die Bekämpfung der Krankheit geht, wo es um die präzise Durchdringung geht. Wo genau ist der Krankheitsherd? Und was kann man tun, dass die Krankheit gemildert wird – möglicherweise eines Tages sogar gestoppt wird und vor allem erst einmal frühzeitig erkannt wird" so der Ministerpräsident weiter.

Auf diesem Weg will man bei der Stiftung und dem Zentrum in Zukunft vermehrt auf Künstliche Intelligenz setzen.

"In den nächsten Jahren wird eine große Rolle spielen, dass wir nun ein zweites Institut – KI und Hirngesundheit – eröffnet haben vor wenigen Jahren, und die beiden Institute nun gut zusammenarbeiten können. KI ist noch einmal eine neue Chance, wenn es um die Weiterentwicklung von Therapien geht, vor allem auch die Weiterentwicklung im Umgang mit den Daten" blickt Schavan voraus.

Ein weiteres Ziel sei die Vorbeugung neurologischer Krankheiten. Auf diese Weise will man zukünftig die Lebensqualität der Patienten verbessern.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 23.09.26 - 16:51 Uhr   -   270 mal angesehen)

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