Kundgebung zum Antikriegstag
Am Dienstag war es genau 87 Jahre her, dass Adolf Hitler mit seinen Truppen Polen überfallen und damit den Zweiten Weltkrieg ausgelöst hatte. Friedensgruppen, aber auch Gewerkschaften und Kirchen begehen daher den 1. September als Antikriegstag. Landauf, landab fanden Friedenskundgebungen statt, so auch am Dienstag-Nachmittag auf dem Reutlinger Marktplatz. Das Bündnis für Menschenrechte hatte dazu aufgerufen.
Mit Friedensliedern und vier Redebeiträgen brachte das Bündnis für Menschenrechte auf dem Reutlinger Marktplatz ihre Ablehnung gegenüber Krieg und Aufrüstung zum Ausdruck. Moderatorin Katrin Lütjens äußerte sogar die Befürchtung, die aktuellen Krisenherde Ukraine, Naher Osten, Sudan und Kongo könnten zu einem weiteren Weltkrieg eskalieren.
Für die Gewerkschaften sprach Frank Kappenberger. Er bezeichnete den Antikriegstag als genuin gewerkschaftlichen Tag und sagte, Krieg sei immer eine Niederlage der Diplomatie. Für die Gewerkschaften seien drei Dinge besonders wichtig: "Das erste ist, dass wir sagen, mit immer mehr Waffen lässt sich kein Frieden schaffen, das heißt, wir treten auch ein für Diplomatie und für internationale Solidarität, das zweite ist, dass wir sagen, dass mit den Geldern, die in die Rüstung gehen, dass man mit dem Geld auch andere Dinge machen kann", so Kappenberger, und das dritte ist ein klares Nein zur Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Für die Kirchen sprach Stefan Schwarzer. Er bezog sich auf das bekannte Jesaja-Wort, wonach die Völker einstmals Schwerter zu Pflugscharen und Spieße zu Sicheln machen würden. "Also im Grunde eine Absage an den Imperialismus aller Zeiten, sondern der Aufruf – so deute ich es – zur Kooperation dazu, dass Menschen einander sagen: Was wir brauchen, ist das tägliche Brot, aber keine Waffen und Kriege", so Stefan Schwarzer.
Die junge Generation kam mit zwei Redebeiträgen von Juri und Harris zum Zug. Im Anschluss an die Kundgebung ging es im Spitalhof weiter, wo Jörg Barthel eine Rede zum Thema „Müssen wir aufrüsten?" hielt.
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