RTF.1 - Radio für die Region Neckar-Alb

Region Neckar-Alb bei Nacht Region Neckar-Alb bei Tag

Webradio hören Winamp, iTunes Windows Media Player Real Player QuickTime

Neuffen

Foto: RTF.1
Kult-Motorsport-Event geht in die nächste Runde: Am 6. September ist Bergpreis

Er ist mittlerweile zu einem Motorsport-Event geworden, das Neuffen bundesweit bekannt gemacht hat: der Bergpreis. Am Sonntag, den 6. September ist es wieder so weit. Dann röhren wieder die Motoren im kleinen Städtchen am Fuß der Schwäbischen Alb. Rund 140 Renn-Oldtimer gehen an den Start, teilweise mit bekannten Fahrern wie Leopold Prinz von Bayern oder Helmut Henzler. Mehrere zehntausend Besucher werden erwartet. Und Hunderte Ehrenamtliche sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Für Motorsportfreunde und Oldtimer-Fans ist er ein Pflichttermin im Jahreskalender: Der Bergpreis in Neuffen. Selten kommen die Zuschauer so nahe an die Rennfahrzeuge und auch an ihre Fahrer heran. In vier Fahrerlagern können die Besucher die Autos aus nächster Nähe und bestaunen und mit den Fahrern ins Gespräch kommen. 

Doch auch wenn das Event „Bergpreis" heißt: Einen Preis gibt es hier nicht zu gewinnen. Die historischen Fahrzeuge fahren im relativ gemäßigten Tempo die Neuffener Steige hoch. Wenn auch schneller als im normalen Straßenverkehr, denn die Strecke wird für diesen Zweck extra gesperrt. Das Pacecar, das vorne raus fährt und das Tempo bestimmt, steuert niemand anderes als der Neuffener Bürgermeister Matthias Bäcker. Er ist selber ein großer Freund und Unterstützer des Bergpreises.

"Den unterstütze ich schon seit 2014, und zwar aus dem einfachen Grund: Wo ich herkomme, gab es auch Bergrennen", so Matthias Bäcker. "Ich bin ein begeisterter Motorsport-Fan, und als hier die Idee aufgekommen ist, den Bergpreis zu installieren, habe ich gleich zugesagt, habe gesagt, ich mache alles, was möglich ist, mache ich möglich."

Für Matthias Bäcker ist es das letzte Mal, denn im kommenden Jahr ist der Bürgermeister bereits im Ruhestand. Ob der Nachfolger den Bergpreis auch so unterstützen wird? "Das weiß ich nicht, ich kann es ihm nur ins Gebetsbuch schreiben: Wer gewählt werden will als mein Nachfolger, der muss hinter dem Bergrennen stehen. Ansonsten geht es schief."

Auch der Landrat Marcel Musolf hat sich von der Bergpreis-Begeisterung anstecken lassen. Im vergangenen Jahr fuhr er bei Matthias Bäcker mit Manuel Hagel im Pacecar mit. Dieses Jahr bei der Vorab-Pressekonferenz zeigte er sich vom Bergpreis und vom dortigen ehrenamtlichen Engagement begeistert.

Marcel Musolf: "Es ist ganz, ganz besonders die Stimmung: Wenn man morgens früh ins Städtle kommt und schon merkt, wie der ganze Ort unter entsprechender Spannung steht, die Motorensounds langsam losgehen und einfach so viele Menschen dafür Sorge tragen, dass der Bergpreis tatsächlich lebt und auch eine tatsächliche Zukunft hat."

Der Bergpreis lebt aber nicht nur von den schnellen Autos sondern auch von den teils prominenten Fahrern. Und da waren auf der Vorab-Pressekonferenz einige da: Axel Plankenhorn und Helmut Henzler, Dieter Röscheisen und als besonderer Gast Ex-Formel 1-Fahrer Karl Wendlinger. Er kann zwar beim Bergpreis selber nicht dabei sein, hält aber vom Bergpreis sehr viel:

"War heute schon das erste Mal hier, die ganze Begeisterung hier, einfach die ganze Organisation, die Vorbereitung auf den 6. September, also es ist sehr beeindruckend, was da alles geschaffen wird für die klassischen Autos, die dann hier den Bergpreis hochfahren werden", so Wendlinger.

Und dann durfte Karl Wendlinger nach der Pressekonferenz gleich mehrmals die Neuffener Steige hochfahren – auch mit unserer Kamera an Bord. Zu diesem Zweck war die Steige kurzzeitig gesperrt.

Helmut Henzler hatte bereits 1969 am Bergpreis teilgenommen, als er noch ein richtiges Bergrennen war. Hier kommt er immer wieder gerne zurück. "Ja, erst mal ein großes Dankeschön an die ganzen Helfer und Helferinnen, die hier verantwortlich sind für den Bergpreis Neuffen. Das, was die jetzt auf die Beine stellen, das ist unglaublich, also, ich muss echt den Hut ziehen, was da alles geleistet wird", so Helmut Henzler.

Veranstaltet wird der Bergpreis von der IG Bergpreis Schwäbische Alb, einem losen Zusammenschluss aus mehr als zwanzig Motorsportbegeisterten. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich. Die ganze Großveranstaltung ist nicht gewinnorientiert.

Stephan Allgöwer von der IG Bergpreis: "Alle, die uns helfen und zuarbeiten, die wollen für ihre Dienstleistung gar nichts. Das ist wirklich unglaublich, das ist eine Veranstaltung, die hat einen Wert, wenn man das hochrechnet, von 350.000 bis 400.000 Euro."

Möglich gemacht wird das ganze von neunzig Sponsoren, allen voran Gabler A, Heiko's Fahrschulen, KAIDIA und Paul Dümmel. 

Wer mit dem Oldtimer anreist, kann auch dieses Jahr seinen Wagen auf dem Oldtimerparkplatz nahe an der Rennstrecke abstellen. Der Parkplatz war im vergangenen Jahr so beliebt, dass er dieses Jahr vergrößert wurde. Neu ist in diesem Jahr ein Seifenkistenrennen; das findet schon am Samstag um zehn Uhr statt.

Am Sonntag, den 6. September geht es dann schon um 8 Uhr morgens los. Den ganzen Tag ist einiges geboten, ob in der Neuffener Innenstadt oder oben auf der Albhochfläche nahe der Hülbener „Brille".

(Zuletzt geändert: Dienstag, 04.08.26 - 15:45 Uhr   -   264 mal angesehen)

Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

Foto: RTF.1
Über 100 Jahre Industriegeschichte im Industriemagazin 140 Jahre alt - und sie läuft immer noch! Die Dampfmaschine der Reutlinger Firma Kohllöffel ist am Samstag von 14 bis 17 Uhr im Industriemagazin in Reutlingen zu sehen.
Foto: RTF.1
Abfallbilanz: Mehr Müll im Zollernalbkreis, weniger im Landkreis Reutlingen Die Menschen und Betriebe im Landkreis Reutlingen haben im Jahr 2025 mehr als 37.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll produziert.
Foto: RTF.1
Sonntagsbackverbot: Handwerkskammer fordert faire Regeln Die Handwerkskammer Reutlingen fordert faire Regeln in Bezug auf das derzeit geltende Sonntagsbackverbot.

Weitere Meldungen