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Reutlingen

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Traditionsmesse an neuem Standort eröffnet

Handwerk, Energie, Zukunft. Der Name der Messe rund ums Bauen, Renovieren und Sanieren ist in Reutlingen inzwischen Programm. Am Samstag startete die diesjährige Ausgabe der zweitägigen Messe, in diesem Jahr allerdings in neuer Location: Denn die Fachmesse schlägt erstmals im Bürgerpark bei der Stadthalle ihre Zelte auf.

Von Stadtentwässerung, Stadtmarketing und FairEnergie über verschiedene Gewerke wie Glaser und Steinmetze bis hin zur Elektro- und Zimmererinnung – die Aussteller der diesjährigen Handwerkermesse sind bunt gemischt. Aufgrund der neuen und etwas beengteren Lokalität an der Stadthalle sind es mit gut 50 Ausstellern etwas weniger als in den Jahren zuvor.

Laut Martin Schübel, Geschäftsführung der Messeleitung, sei der Aufbau unter den gegebenen Umständen deutlich anstrengender gewesen. "Auch die Planung war für uns noch neu auf diesem Gelände, schwieriger. Aber wenn wir jetzt heute das Ergebnis sehen, sind wir froh. Der Aufwand hat sich gelohnt und wir sind echt dankbar, wie es ist."

Der Hintergrundgedanke von Messeleitung und Stadtverwaltung war es, die Messe mehr ins Zentrum, und damit mehr unter die Leute zu bekommen. "Denn das Handwerk wurde in unserer Gesellschaft über Jahrzehnte hinweg zu Unrecht diskreditiert", findet Oberbürgermeister Thomas Keck. "Heute merken wir, was es bedeutet, wenn man nicht genug Handwerker hat. Versuchen Sie mal auf die Schnelle, wenn Ihnen die Heizung im Winter kaputtgeht, einen zu kriegen, der das richtet. Oder auch sonst, Sie haben lange Wartezeiten."

Mit der neuen Location könnte sich auch die Zielgruppe ändern. Die Verantwortlichen hoffen, durch die Nähe zum Zentrum, dem Tübinger Tor und dem Skaterpark auch junge Menschen anzulocken. "Wir haben Angebote auch für junge Menschen: ein Schmied, der etwas vorführt, also da passiert etwas", erklärt Schübel. "Wir haben die Zimmerer, die etwas machen mit ihren Lehrlingen und zeigen, was man mit Holz machen kann. Wir haben die Steinmetze, die live hier vor Ort etwas herstellen – einfach, dass man Handwerk greifbar und erlebbar macht." So zeigen Steinmetze, dass ihr Handwerk mehr bietet, als das Herstellen von Grabsteinen. Beim Stand der Stadtentwässerung erfahren Besucher hautnah, warum sich der Einbau einer zentralen Rückstauklappe lohnt. Und verschiedenen Firmen informieren über energetisches Bauen und Renovieren.

Vor Ort für ihr Handwerk stark machte sich auch die frisch ernannte Obermeisterin der Elektroinnung, Kristin Maier-Müller: "Technische Berufe bieten Frauen viele Vorteile. Man kann von zu Hause aus arbeiten. Und sie sind zukunftssicher. Das Elektrohandwerk ist sehr zukunftssicher und zukunftsfähig. Wir sind ja im Bereich der Elektromobilität unterwegs. Wir sind bei den Photovoltaikanlagen dabei, bei der Vernetzung von Gebäuden, von Steuerungsregelungstechnik, KI. Überall wird das Elektrohandwerk benötigt." Doch nicht nur das Elektrohandwerk wird benötigt. Oberbürgermeister Thomas Keck ist sich sicher: Ohne das Handwerk im Allgemeinen kann die Energiewende nicht gelingen: "Ich kann am Schreibtisch Gesetzestexte ausarbeiten, wohin die Reise gehen soll. Umsetzen, gerade im Energiebereich, Klimafolgenanpassung, Reduzierung des ökologischen Finger- und Fußabdrucks – das muss das Handwerk machen. Ich kann meine Photovoltaikanlage auf dem Dach oder eine Wärmepumpe nicht selber einbauen, da braucht man Fachleute dazu."

Der Eintritt zur Messe im Bürgerpark ist frei. Und wer den ersten Tag verpasst hat, kann auch am Sonntag noch hingehen, von 11 bis 17 Uhr.

(Zuletzt geändert: Samstag, 18.04.26 - 16:54 Uhr   -   226 mal angesehen)

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