RTF.1 - Radio für die Region Neckar-Alb

Region Neckar-Alb bei Nacht Region Neckar-Alb bei Tag

Webradio hören Winamp, iTunes Windows Media Player Real Player QuickTime

Gomadingen

Foto: RTF.1
100 Bäume für 100 Jahre - Pflanzaktion auf Marbacher Gestüt

Das Haupt- und Landgestüt Marbach gilt als das älteste und größte staatliche Gestüt Deutschlands. Im Zuge des hundertjährigen Jubiläums der Marbacher Hengstparade hat das Gestüt eine große Baumpflanzaktion ins Leben gerufen.

In Kooperation mit Forst BW pflanzen die Betreiber hundert Bäume auf dem knapp 1000 Hektar großen Gelände. Die neu gepflanzten Bäume sollen im Sommer Schatten spenden, leisten aber gleichzeitig auch einen wichtigen ökologischen Beitrag.

100 Bäume für 100 Jahre Hengstparade – unter diesem Motto läuft die groß angelegte Pflanzaktion mit Forst BW auf dem Gestüt in Marbach. Im Besucherzentrum haben die Verantwortlichen aus Forst- und Pferdewirtschaft über die Hintergründe der gemeinsamen Aktion aufgeklärt.

Die stellvertretende Gestütsleiterin Dr. Carolin Eiberger verrät, dass die Forstwirte alte Bekannte sind. "Wir haben schon eine viele, viele Jahre andauernde Kooperation mit dem Forst BW. Es gibt immer wieder gemeinsame Aktionen, wo wir gemeinsame Themen haben und da hat es sich angeboten, zu 100 Jahren Hengstparade hier gemeinsam 100 Bäume zu pflanzen", erzählt Eiberger.

Die feierliche Baumpflanzaktion mit Forst BW hat aber einen weiteren, durchaus ernsteren Hintergrund. Der Klimawandel stellt laut Felix Reining, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Forst BW, Tiere und Pflanzen vor bisher unbekannte Herausforderungen.

"Die Bäume leiden unter Trockenheit, Temperatur und unter Schädlingen. Und hier in der Landschaft der Schwäbischen Alb sieht man das besonders deutlich am Beispiel der Esche. Wir hatten hier sehr viele, alte Eschen auf den Weiden stehen und die Esche wird befallen von einem Pilz,der aus Südosten eingewandert ist und der von der Wärme profitiert im Klimawandel", erklärt Reining.

Die Wahl der neuen Bäume spielte deshalb eine wichtige Rolle. Auf der einen Seite sollten sie klimaresistent sein, auf der anderen sollten sie den Pferden so schnell wie möglich Schatten spenden.

"Wir pflanzen überwiegend Linden, Ahorne, Kirschen, auch Birken in Teilen und das sind heimische Baumarten, die mit dem Klimawandel gut zurecht kommen", erzählt Reining. "Wir haben jetzt hier Bäume gewählt, die etwa sieben Jahre alt bereits sind. Da haben wir bessere Startbedingungen", so Reiling weiter.

Eichen und Walnussbäume kämen nicht in Frage. Sie zählen zu den pferdetoxischen Bäumen und könnten schwerwiegende Symptome bei den Reittieren auslösen. Aber auch die Wurzeln der Bäume sind von Belang. Immerhin bietet das Juragebirge der Schwäbischen Alb die eine oder andere Herausforderung.

"Na gut, hier auf der Alb sind wir immer auf Teufels Hirnschale unterwegs. Das heißt man muss erst mal schauen, ob man überhaupt einen Baum in den Boden kriegt", scherzt Reining. "Wir haben es am einen oder anderen Pflanzort auch gesehen. Da muss man mit der Hacke kommen und mit dem Meißel. Aber es funktioniert. Es ist genügend Erde da und die Bäume sind auch für die Standortsverhältnisse hier auch genug geeignet", erklärt der Förster.

Beim Schutz der heranwachsenden Bäume wurden auch alle potenziellen Gefahren mit einkalkuliert. Gitter und Zäune schützen die Setzlinge vor Tieren jeder Größe – von der kleinen Maus bis zum großen Hengst.

Sowohl das Gestüt Marbach als auch Forst BW sind die größten Ausbilder in ihren Branchen. An Personalstärke mangelt es dank der Azubis also nicht.

"Wir haben gemeinsam rund 30 junge Menschen, die gemeinsam diese Bäume pflanzen", erzählt die stellvertretende Gestütsleiterin Carolin Eiberger. "Also eine tolle, gemeinschaftliche Aktion, die, denke ich, auch so ein bisschen verbindet und die jungen Menschen zusammenführt.", so Eiberger weiter.

Nicht nur im Forst, sondern auch in der Pferdewirtschaft wird in Generationen gedacht. Mit der Aktion ist also ein nachhaltiges Fundament für die Zukunft gelegt.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 01.04.26 - 09:42 Uhr   -   364 mal angesehen)

Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

Foto: RTF.1
Bunter Buchladen tritt Erbe des Frauenbuchladens an In der Bursagasse in Tübingen hat am Mittwochnachmittag der Bunte Buchladen seine Eröffnung gefeiert. Das Geschäft hat der Verein „Bunter Buchladen“ von seinem Vorgänger, dem Frauenbuchladen Thalestris, übernommen.
Foto: RTF.1
Stadt verbietet Autoposer-Treffen an Karfreitag Der Karfreitag, in Poser-Kreisen auch "Car-Friday" genannt, gilt als der inoffizielle Saisonstart der Autotuning-Szene. Über die Ostertage hat die Stadt Reutlingen deshalb eine Allgemeinverfügung über den Verbot von Poser-Treffen erlassen.
Foto: RTF.1
Drei Verletzte bei Verkehrsunfall Bei einem Verkehrsunfall am Mittwochnachmittag auf der B 32 in Jungingen sind drei Menschen verletzt worden.

Weitere Meldungen