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Foto: RTF.1
Irene Schuster, FDP, besuchte die RTF.1-Redaktion

Im Wahlkreis Tübingen tritt Irene Schuster jetzt schon zum zweiten Mal als Landtagskandidatin für die Freien Demokraten an. Mit Platz 20 auf der Landesliste und der aktuellen Lage der FDP im Bundesland wird es für sie schwer, in den Landtag einzuziehen. Wir haben sie in die RTF.1-Redaktion eingeladen, um mit ihr über ihre Politik und ihren Werdegang zu sprechen.

Im Namen von RTF.1-Chef Stefan Klarner begrüßte Redakteur Christoph Hofer Irene Schuster im Sender. Sie ist zum ersten Mal hier, doch bereits vertraut mit RTF.1. Schon 2021 war sie im RTF.1-Interview, damals nur online. Die Sendung verfolgt sie aber schon länger und auch mit Interesse.

"Man ist gebunden an das, was man lokal hat", meint Schuster. "Und wenn man dann passgenau Informationen erhalten kann, ist das schon eine große Dienstleistung, dass man das gar nicht so filtern muss. Da glaube ich, das womit sich die Menschen am meisten identifizieren ist ja tendenziell das, was sie vor Ort haben."

Ihr politisches Erwachen erlebte Schuster schon in jungen Jahren über politische Zerwürfnisse in der eigenen Familie. Doch dank ihres Migrationshintergrundes war Politik auch nie etwas, das sie ignorieren konnte.

"Die älteren erinnern sich vielleicht, da gab es den großen Bruch von Helmut Kohl zu Gerhard Schröder. Und in meiner Familie wurde das sehr kontrovers betrachtet, weil grade meine Großeltern haben immer CDU gewählt. Und meine Mama hatte den von ihnen wahrgenommenen Affront begangen, SPD zu wählen. Grade dadurch, dass wir Migrationsgeschichte haben, war es immer entscheidend."

Dieses Kernthema zieht sich auch heute noch durch Schusters Politik, doch ihre Plattform fußt auch auf anderen Eckpfeilern, die aus ihrem Alltag stammen.

"Bildung: Eingedenk dessen, dass ich Lehrerin bin. Kulturpolitik: Ich bin beispielsweise auch im Verwaltungsrat des Zimmertheaters in Tübingen. Bin auch Theaterpädagogin und hab dadurch Einblick auch in die Kulturszene und viele Kulturschaffende als Freundinnen und Freunde. Und Integration: Eingedenk des eigenen Migrationshintergrunds, ich bin auch im Integrationsrat Tübingen." erläutert sie.

Schuster betont, wie wichtig es für sie ist, da politisch aktiv zu sein, wo man sich am besten auskennt. Auch bei der Wahl ihrer Partei habe sie sich die Zeit genommen und sorgsam gewählt.

"Ich hatte so das Gefühl, als ich dann so mal Mitte 20 vorbei war, dass auch für mich meine inhaltliche Orientierung und meine primäre Bildung beendet war und dass ich dann auch einen Mehrwert darstellen konnte durch die Erfahrungen, die ich gemacht hab. Und ehrlicherweise hat mich bildungspolitisch bereits im Referendariat einiges gestört. Dann hab ich geguckt: Wo gibt es die größte Schnittmenge? Und die hab ich eben bei der FDP gefunden."

Als Lehrerin ist Bildungspolitik für die FDP-Kandidatin sehr wichtig. Bei ihrer Partei bedeutet das auf Landesebene unter anderem, die verbindliche Grundschulempfehlung zurückzubringen und den gespaltenen weiterführenden Schulweg zu stärken. Für sie bedeutet das vor allem, den Fokus auf den individuellen Schüler zu legen.

"Liberale Bildungspolitik schaut ganz stark auf das Individuum. Und als Lehrerin, ich war schon an sehr vielen Schulformen aktiv, finde ich es unfassbar wichtig, nicht nur die Gesamtgruppe zu betrachten, sondern auch auf das Individuum zu gehen. Und dieser Ansatz, dass wir das Individuum mit seinen Neigungen, Fähigkeiten, Präferenzen wahrnehmen, das seh ich in der liberalen Politik und auch als liberale Lehrerin gegeben."

Um mehr darüber zu erfahren, was genau Irene Schuster individuell politisch erreichen möchte, haben wir mit ihr in unserem Studio den Kandidatencheck aufgenommen, der demnächst bei RTF.1 läuft.

(Zuletzt geändert: Freitag, 20.02.26 - 17:18 Uhr   -   141 mal angesehen)

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