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Gomaringen

Foto: RTF.1
Übung für den Ernstfall: Trauma-Notfall-Tag mit Rescue-Run und Blaulicht-Messe

Die Gemeinde Gomaringen stand heute ganz im Zeichen schneller Hilfe im Notfall. Dort hatten sich beim Trauma-Notfall-Tag mit Rescue Run und Messe Einsatzkräfte von Feuerwehr über THW bis hin zum Rettungsdienst versammelt. Das erklärte Ziel: Übung, Übung, Übung. Denn im Falle eines Falles zählen Schnelligkeit und Know-how, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten.

Nicht nur eine, sondern gleich drei Blaulicht-Veranstaltungen hat Daniel Junger heute in Gomaringen organisiert: den Trauma-Notfall-Tag, den Rescue-Run und eine Messe. Sowohl der Trauma-Notfall-Tag als auch der Rescue-Run sollen als Übung für den Ernstfall dienen. Teilnehmen kann hier jeder, der Mitglied einer Hilfsorganisation ist.

"Unser Ziel ist es, das gemeinschaftliche Arbeiten zwischen den Hilfsorganisation zu stärken und zu vertiefen. Alle Einsatzkräfte müssen, im übertragenen Sinn, die gleiche Sprache sprechen. Dadurch können sie an der Einsatzstelle besser miteinander kommunizieren, wenn es auf Zeit oder sogar Leben ankommt", erklärt Organisator Daniel Junger.

Der Trauma-Notfall-Tag ist in vier verschiedene Stationen unterteilt. Es gibt den Verkehrsunfall, Forstunfall, Atemschutznotfall und den Bauunfall. An allen vier Stationen können die Teilnehmer etwas Neues lernen und auch selbst aktiv werden.

Beim Atemschutznotfall müssen die Teilnehmer fast blind einen Parcours absolvieren. Im Ernstfall kann es bei einem Brand oft Engstellen durch Trümmer geben und Rauch kann die Sicht behindern. Hier können sie üben, sich in solchen Situationen zurechtzufinden.

"Wir haben in der Turnhalle mit Matten, Geräten und Bänken einen Parcours aufgebaut. Der besteht unter anderem aus Tunneln, unter denen die Teilnehmer durchkriechen müssen. Am Ende der Übung ziehen sie dann ihren Kollegen aus dem symbolischen Gebäude heraus", erklärt Severin Frank vom Team Atemschutznotfall.

Die Teilnehmer können hier lernen, wie sie unter erschwerten Bedingungen miteinander kommunizieren können. Außerdem wird trainiert, die Angst vor der Enge zu überwinden.

Um Kommunikation geht es auch bei der Station zum Verkehrsunfall. Neben der Feuerwehr sind auch Notärzte bei Verkehrsunfällen im Einsatz. Beide Parteien müssen richtig miteinander kommunizieren und sich verstehen, damit alles reibungslos abläuft. Genau das wird hier heute am konkreten Fallbeispiel trainiert.

"Wir wollen heute einen neuen Rettungsweg üben. Wir drehen ein Auto, das auf dem Dach liegt, wieder auf die vier Räder zurück. Bei der Übung haben wir auch einen Notarzt vor Ort, der das medizinisch begleitet. Das ist sehr nützlich für die Feuerwehrkameraden, weil sie dadurch sowohl die Feuerwehrseite als auch die medizinische Seite kennenlernen können", so Joachim Völkel vom Team Verkehrsunfall.

Am Gomaringer Schloss konnten die Einsatzkräfte beim Rescue-Run ihr Können unter Beweis stellen. Rund 30 Teilnehmer haben sich den verschiedenen Etappen des Parcours gestellt: "Es gibt verschiedene Stationen, beginnend mit einem Treppenlauf über 112 Stufen. Dann müssen die Teilnehmer einen Schlitten, der mit ca. 50kg beladen ist, zu sich herziehen. Im Anschluss müssen sie einen Tunnel durchqueren, einen Traktorreifen vier Mal umdrehen und einen Baumstamm rückwärts ins Ziel ziehen", erklärt Organisator Daniel Junger.

Alle Einsatzkräfte, die nach neuer Ausrüstung oder nützlichen Utensilien suchten, wurden auf der Messe in der Gomaringer Sport- & Kulturhalle fündig. Hier gab es alles, was das Blaulicht-Herz schneller schlagen lässt: neue Schutzkleidung, Schutzhelme und Schläuche, aber auch kreative Objekte wie eine Uhr auf einem alten Feuerwehrhelm.

Den anstrengenden Tag wollen die Teilnehmer abends mit Live-Musik und Lagerfeuer gemeinsam ausklingen lassen.

(Zuletzt geändert: Samstag, 16.09.23 - 17:47 Uhr   -   1133 mal angesehen)

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