RTF.1 - Radio für die Region Neckar-Alb

Region Neckar-Alb bei Nacht Region Neckar-Alb bei Tag

Webradio hören Winamp, iTunes Windows Media Player Real Player QuickTime

Bad Urach

Foto: RTF.1
Geothermie-Projekt erfolgreich: Auf Thermalwasser gestoßen

Die Albthermen in Bad Urach laden gerade in der kalten Jahreszeit zum Verweilen ein. Dort können Besucherinnen und Besucher im bis zu 38 Grad warmen Wasser entspannen. Das Thermalwasser stammt aus den beiden Heilquellen, die 770 Meter tief unter der Erde liegen. Sollten sie versiegen, wäre eine neue Quelle ganz praktisch. Deshalb, aber auch noch aus anderen Gründen, hat die Stadt in der Nähe der Kurklinik nach Thermalwasser gebohrt - und nun auch welches gefunden.

Seit September wird in Bad Urach im Untergrund gebohrt. In der Nähe des Kurparks in Bad Urach wurde in den letzten zwei Monaten nach Thermalwasser gesucht. Dann, vor wenigen Tagen, der Erfolg: 55 Grad warmes Wasser spritzte aus der Erde auf den Boden und verdampfte zischend in der kalten Novemberluft.

Den Erfolg brachte die Bohrung mit dem Namen Urach 3. Daneben gibt es noch die Bohrung Urach 4. Beide sind schon mehrere Jahrzehnte alt. Sie stammen aus den 70er Jahren. Sie wurden im Rahmen eines Bundesprojekts niedergebracht. Mithilfe des Hot-Dry-Rock-Verfahrens wollte man mit Erdwärme Strom erzeugen. Das Projekt war allerdings nicht erfolgreich und wurde 2004 eingestellt. Die Bohrungen blieben.

Dann kam das Landesbergamt und versetzte der Stadt die Auflage: wenn die Bohrungen nicht weiter genutzt werden, müssen sie dauerhaft verfüllt werden. Das Verfüllen hätte aber zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Euro gekostet, erzählt Bürgermeister Elmar Rebmann.

Deshalb traf der Gemeinderat die mutige Entscheidung, dass wieder gebohrt wird, um nach Thermalwasser zu suchen. Dieses Risiko hat laut Rebmann rund 350 000 Euro mehr gekostet. Doch das sei es dem Gemeinderat wert gewesen, gerade mit Blick auf den Klimaschutz.

Denn sollte die nächste Bohrung, Urach 4, ebenfalls auf heißes Wasser treffen, könnte das warme Wasser aus einem der beiden Löcher zur Nahwärmeversorgung genutzt werden. So könnten dann etwa 500 Haushalte mit regenerativer Energie versorgt werden.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 25.11.21 - 16:02 Uhr   -   452 mal angesehen)

Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

Foto: RTF.1
Nikolaus schaut auf der Alb vorbei Gestern, pünktlich zum 6.Dezember, schaute der Nikolaus mit seinem Schlitten, vollgepackt mit Geschenken, in der Gemeinde Sonnenbühl vorbei.
Foto: RTF.1
Böllerverbot 2021 Auch der der Jahreswechsel 21/22 wird wohl eher eine "Stille Nacht".
Foto: Pixabay
Stundenlange Vollsperrung wegen Unfällen Am Montagabend mussten die B 28 und B 312 in Richtung Reutlingen stundenlang gesperrt werden.

Weitere Meldungen