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Reutlingen

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Mehr Platz - Spatenstich für zweites Krematorium

Die Anzahl der in Reutlingen lebenden Menschen hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Zu den Pflichtaufgaben einer Stadt zählt allerdings auch die Versorgung der Bewohner über das Leben hinaus. Deswegen investiert die Achalmstadt nachhaltig in ihre Friedhöfe. So vollzog Oberbürgermeister Thomas Keck am Montagvormittag den Spatenstich zum Bau eines zweiten Krematoriums auf dem Friedhof Römerschanze.

Der Reutlinger Oberbürgermeister legte bereitwillig Hand an, beim Startschuss für die Baumaßnahmen auf dem Friedhof Römerschanze. Hier soll bis zum Sommer nächsten Jahres, direkt neben dem bereits bestehenden Krematorium, ein Weiteres entstehen:

„Die zweite Krematoriumslinie ist wichtig für Reutlingen, weil es eine Erweiterung des Services für unsere Bürgerinnen und Bürger bedeutet. Die Stadt wächst und die Zahl der Verbrennungen, der Kremationen, wie das im Fachdeutsch heißt, nimmt zu", erklärt Keck.

Die Stadt rechnet mit einem Anstieg von bis zu 2,800 Einäscherungen im Jahr, auf rund 3, 200. Dieser rapide Anstieg, ist jedoch nicht allein auf die wachsende Bevölkerungszahl in Reutlingen zurückzuführen. Ruhestätten wie das Urnen-oder Baumgrab nehmen deutschlandweit immer mehr zu.

„Urnengräber sind pflegeleicht und wir haben ja einen Trend zu Gräbern, die keine Grabpflege mehr notwendig machen für die Angehörigen und deshalb ist das eine Investition in die Zukunft", so Keck.

Die Anlage ist, laut dem Leiter der Technischen Betriebsdienste in Reutlingen (TBR), Stefan Kaufmann, mit ungefähr 2,7 Millionen Euro veranschlagt.

Diese Kosten sind auch das Resultat von EU-Vorgaben für Krematorien. Stefan Kaufmann erklärte, dass bei einer Krematoriumsanlage immer die bestmögliche verfügbare Technik realisiert werden müsse, denn auch hier würden Emissionen verursacht.

Dementsprechend muss auch mit Technik gearbeitet werden, die die negativen Auswirkungen auf die Umwelt, so gering wie möglich hält, und diese Technik hat ihren Preis.

Die Reutlinger Umwelt soll durch die neue Krematoriumslinie also nicht belastet werden. Im Zuge der nun startenden Bauarbeiten, soll außerdem noch ein Abschieds- und Begleitraum mit barrierefreiem Zugang für Angehörige entstehen.


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