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Schwangerschaft

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3D-Ultraschall für Erinnerungsfilme aus dem Babybauch demnächst verboten

Ein 3D-Ultraschall ohne medizinische Notwendigkeit ist ab 2021 verboten. "Babyfernsehen", spotten Mediziner gerne, wenn Eltern ihren Nachwuchs noch im Bauch möglichst realitätsnah sehen wollen und als Erinnerungs-DVD mit nach Hause nehmen. Allerdings verdienen Kliniken auch daran, Eltern müssen den Spaß privat zahlen. Doch er kann schädlich für das Kind sein, heißt es nun.

Der Gesetzgeber untersagt ab 2021 Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerenbetreuung, wenn es keine medizinische Indikation gibt. Künftig stellen Angebote wie Babyfernsehen, Baby-Watching etc. eine Ordnungswidrigkeit dar. Hintergrund: Am 05.12.2018 ist die Verordnung zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts in Kraft getreten. Darin geht es um den "Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen", die sich mit Anwendungen von Laser, intensivem Licht, elektromagnetischen Feldern und Ultraschall befasst. Schwerpunkt dieser Anwendungen ist im Bereich der Kosmetik wie z.B. zur dauerhaften Haarentfernung, Faltenglättung, Zerstörung von Fettgewebe oder der Entfernung von Tätowierungen. Es steht aber auch darin, dass „bei den Anwendungen von Ultraschallgeräten zu nichtmedizinischen Zwecken ein Fötus nicht exponiert werden darf".

Im Gegensatz zu nichtmedizinischen Anwendungen mit Ultraschall bei Erwachsenen, bei denen eine positive Wirkung durch den Kunden erwünscht und deren Nebenwirkungen und Risiken wissentlich akzeptiert werden, sieht der Gesetzgeber das Ungeborene als einen Schutzbefohlenen an, der zudem keinen Nutzen aus den Anwendungen zieht. Die für die Bildgebung notwendigen hohen Ultraschallintensitäten sind laut Bundesverband der Frauenärzte mit einem potenziellen Risiko für das Ungeborene verbunden, insbesondere da mit Beginn der Knochenbildung wesentlich mehr Schallenergie am Knochen absorbiert wird. Darüber hinaus fehlen demnach verlässliche Untersuchungen über die Folgen dieser Anwendung.

Die Risiken des Ultraschalls werden seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Gegner kritisieren den überzogenen Technikeinsatz in der Geburtsvorbereitung, die Fachkreise betonen die Vorteile der Früherkennung von sich anbahnenden Krankheitszeichen in der Schwangerschaft. Das sogenannte Babyfernsehen rein für Erinnerungsfilmchen wird aber auch in den medizinischen Fachkreisen abgelehnt, betont der Bundesverband der Frauenärzte. Die medizinisch korrekte Ultraschalldiagnostik sei nach herrschender wissenschaftlicher Meinung für die Feten ungefährlich.


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