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Tübingen/Region Neckar-Alb

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Hitzewelle - Kam es dieses Jahr zu mehr Hitzepatienten?

Die anhaltende Hitze ist nicht für Jedermann etwas. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad kommt es immer wieder zu Dehydrierungen und Kreislaufbeschwerden. Wir haben uns gefragt, ob es durch die anhaltende Hitzewelle in diesem Jahr eigentlich zu mehr Hitzepatienten gekommen ist und haben deshalb mit einem Facharzt für Innere Medizin der Uniklinik in Tübingen gesprochen.

Erbarmungslos scheint sie vom Himmel – die Sonne. Und in diesem Jahr meint sie es auch hier in Deutschland besonders gut mit uns. Doch Temperaturen die teilweise an der 40 Grad Marke kratzen, machen dem Kreislauf zu schaffen. Dennoch – mehr Hitzepatienten gab es zumindest im Tübinger Uni-Klinikum nicht. Laut Dr. Stefano Fusco, Facharzt für innere Medizin am UKT, sind die Zahlen dieses Jahr trotz der ausgeprägten Hitzewelle eher unterdurchschnittlich.

 

Im Schnitt kämen so ein bis zwei Patienten pro Tag in die Klinik. Von Erschöpfung, über Austrocknung bis hin zum Hitzschlag ist da dann alles dabei. Die Behandlung sieht dann laut Fusco so aus:

„Die Patienten bekommen erst einmal einen Zugang gelegt, bekommen darüber dann Flüssigkeit, Vollelektrolytlösungen. Wir schauen uns dann im Labor die Blutsalze an, ob die Verschoben sind, schauen uns dann an, ob die Niere geschädigt ist. Das sieht man an einem Blutwert. Schauen dann wie der Gefäßstatus ist, ob wir kollabierte Gefäße haben, die einen Hinweis auf einen ausgeprägten Volumenmangel sind und therapieren dann mit Vollelektrolytlösungen."

In der Regel werden die Patienten nach der ersten Versorgung gleich wieder entlassen, nur in seltenen Fällen müssen sie für ein bis zwei Tage stationär aufgenommen werden. Um einen Kollaps überhaupt zu vermeiden empfiehlt Doktor Stefano Fusco die folgendem Präventions-Maßnahmen: Tagsüber die UV-belasteten Mittagsstunden zwischen 12 und 15 Uhr vermeiden und lauwarme oder normal temperierte Flüssigkeiten zu sich nehmen. Und am besten Flüssigkeiten ohne Kohlesäure, da diese zu Übelkeit und Magenverstimmungen führen könnten.

Räume sollten tagsüber mit Jalousien oder Rollläden abgedunkelt werden. Wärmequellen wie Fernsehgeräte und PC´s am besten ebenfalls auslassen. Menschen mit Vorerkrankungen beispielsweise an Herz, Nieren oder Lunge, sollten bei den ersten Anzeichen einer Hitzebelastung den Notruf wählen.


Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

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