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Zweite Chance für Billy & Co

Foto: obs/Copyright: IKEA Deutschland 2018
IKEA kauft gebrauchte Möbel zurück

Unter dem Motto "Zweite Chance" kauft IKEA ab September gebrauchte Möbel zurück. Kunden können diese dann als Gebrauchtmöbel in der Fundgrube kaufen. Der Konzern möchte damit nachhaltigen Konsum fördern.

Unter dem Motto "Zweite Chance" kauft IKEA ab dem 1. September zunächst in fünf Pilothäusern (Berlin-Lichtenberg, Siegen, Kaarst, Hannover-Expo Park, Würzburg) nach bestimmten Kriterien gebrauchte Möbel zurück.

"Mit diesem Service wollen wir unsere Kunden dabei unterstützen, dem wachsenden Bedürfnis nach nachhaltigem Konsum nachzukommen. Denn manchmal passt ein eigentlich noch tadelloses Möbelstück einfach nicht mehr in die neue Lebenssituation oder entspricht nicht mehr dem Geschmack", so Armin Michaely, Nachhaltigkeitsmanager bei IKEA Deutschland.

Möbel besonders beliebter Produktgruppen, die in gutem bis einwandfreiem Zustand sind, erhalten so eine zweite Chance, ein Zuhause zu verschönern. IKEA möchte damit zum einen dazu beitragen, die Lebensdauer der Möbelstücke, zu denen viele Klassiker gehören, zu verlängern. Menschen mit kleinem Geldbeutel können zudem nach noch günstigeren Möbeln Ausschau halten.

NABU begrüßt die Initiative von IKEA

Auch der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) setzt sich für eine Stärkung des Gebrauchtmöbel-Marktes ein. "Heute gehen viel zu viele ausrangierte Möbel in die Verbrennung", sagt Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU. "Umso wichtiger ist ein funktionierender Gebrauchtwarenmarkt. Er setzt ein klares Zeichen gegen eine Ex-und-hopp-Mentalität und für eine längere Nutzung - davon kann die Umwelt nur profitieren."

Im Online-Portal wird zunächst ein Preisvorschlag ermittelt

Angelehnt an ein bereits bei IKEA in der Schweiz getestetes Modell, informieren Kunden sich im Vorfeld zunächst auf dem Portal www.IKEA.de/ZweiteChance, ob ihr Möbelstück für einen Rückkauf in Frage kommt. Das Online-Portal fragt bestimmte Kriterien ab. So wird auf Grundlage der Angaben des Kunden automatisch ein unverbindlicher Preisvorschlag generiert. Mit diesem Vorschlag kommt der Kunde dann zusammen mit dem aufgebauten Produkt ins Einrichtungshaus an den Rückgabe-Schalter. Entspricht der Zustand des Produkts den online gemachten Angaben, erhält der Kunde eine Guthabenkarte im Wert des Preisvorschlags. Grundsätzlich kommen nur Produkte für den Rückkauf in Frage, die sich in einem einwandfreien bis guten Zustand befinden.

Am Weiterverkauf der gebrauchten Möbel möchte IKEA nach eigenen Angaben nichts verdienen. Das Produkt wird in der Fundgrube zum Rückkaufpreis zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten.


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