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Brüssel

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Özdemir sieht Deutschland bei EU-Agrarpolitik künftig im Reformerlager

Der künftige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir will den deutschen Einfluss auf die EU-Landwirtschaftspolitik künftig neu ausrichten. Der Grünen-Politiker aus Bad Urach will die Betriebe auf dem Weg zu einer "klimaneutralen Landwirtschaft" unterstützen.

"Es geht natürlich auch darum: Welche Politik wird aus Berlin unterstützt in Brüssel und das würde ich gerne ändern. Künftig wird Deutschland im Reformerlager sein. Wir werden im Lager derer sein, die nicht bremsen. Und da kann Berlin einiges zu beitragen." Anknüpfen wolle er dabei an die Arbeit seiner grünen Vorgängerin Renate Künast, die das Amt von 2002 bis 2005 inne hatte, sagte Özdemir im Fernsehsender phoenix. "Denken Sie an die erfolgreichen Jahre von Renate Künast als Landwirtschaftsministerin, daran würde ich gerne anknüpfen", so Özdemir.

Konsens müsse etwa bei der Frage herrschen, dass Tiere möglichst artgerecht gehalten werden müssten. "Dafür brauchen wir einen politischen Rahmen, dafür ist der Agrarminister zuständig, auch die Landesagrarminister, auch Brüssel, und da müssen wir für einen gemeinsamen Rahmen sorgen", so Özdemir.

Bäuerinnen und Bauern wollten Tiere gern artgerecht halten, wollten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Pestizide einsetzen müssen, so Özdemir. "Aber das kostet Geld und dabei müssen wir ihnen helfen. Auch das ist eine der Verpflichtungen, die wir jetzt haben, dass wir den Bäuerinnen und Bauern dabei helfen, anzukommen in einer klimaneutralen Landwirtschaft."

(Zuletzt geändert: Dienstag, 07.12.21 - 07:02 Uhr   -   623 mal angesehen)

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