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Reutlingen

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Auswirkungen der Corona-Pandemie im Tierheim

Die Corona-Krise hat auch die Tierheime hart getroffen. Denn ausbleibender Publikumsverkehr bedeutet auch leere Kassen. Wie sieht die Lage im Reutlinger Tierheim aus und auf welche Faktoren hatte die Pandemie noch Einfluss?

Während andere in Zeiten von Corona ins Homeoffice ausweichen konnten, ist das im Tierheim nicht möglich. Auch in Krisenzeiten muss sich um die Tiere vor Ort gekümmert werden. Ehrenamtliche und Festangestellte nehmen sich dieser Aufgabe im Reutlinger Tierheim täglich an. Doch die Auswirkungen der Pandemie sind auch hier zu spüren.

So musste der Ostermarkt abgesagt werden, erzählte Heidi Renner, die Pressesprecherin des Tierheims. Dasselbe gelte für die Sammelwoche, die seit vierzig Jahren traditionell im September und Oktober stattfindet. So würden dieses Jahr Einnahmen von über 50 000 Euro fehlen. Ob der Weihnachtsmarkt stattfinden könnte, sei ebenfalls noch unklar.

Diese Einnahmen seien aber dringend notwendig, denn das Tierheim finanziere sich hauptsächlich durch Spenden, so Renner weiter. Ansonsten gebe es noch Mitgliedschaften, durch die die Kosten teilweise gedeckt werden können.

Auch der Staat versuchte, mit einer Einmalzahlung von siebeneinhalbtausend Euro etwas auszuhelfen. Doch die könne nicht die Kosten decken, die dem Tierheim durch die Einnahmen in der Tiervermittlung oder durch den normalen Besucherverkehr fehlen würden, merkte die Pressesprecherin an.

Die Zeit der Krise und Social Distancing ließen die Mutmaßung zu, dass Menschen nun vermehrt Tiere adoptieren würden, um die Isolation zu überstehen. Auch das Tierheim in Reutlingen stellte fest, dass viele Leute jetzt bereit seien, Tiere zu adoptieren aufgrund der nun vorhandenen Zeit im Homeoffice. Doch man müsse bedenken, ob man auch nach Corona genug Zeit für die Tiere habe, betonte Heidi Renner. Wenn dies aber der Fall sei, stehe einer Tiervermittlung nichts im Wege.Tiere könne man aber nicht einfach so abgeben wie einen Gegenstand, machte die Pressesprecherin deutlich.

Vor Corona wurden in den Sommermonaten nämlich bis zu 80.000 Hunde, Katzen und Kleintiere in Deutschland an Raststätten oder im Wald ausgesetzt. Also genau dann, wenn Tierbesitzer in den Urlaub fuhren. Dieses Jahr aber sei dem Tierheim in Reutlingen allerdings aufgefallen, dass nicht so viele Tiere abgegeben oder ausgesetzt worden seien, was wohl darauf zurückzuführen sei, dass weniger Leute aufgrund der Pandemie in den Urlaub gehen würden. Im Tierheim hofft man aber, dass die Tiere nicht zu späterer Zeit ausgesetzt werden.

Tiere sind ein Teil unserer Gesellschaft und auch sie müssen umsorgt werden. Dafür steht das Tierheim Reutlingen. Wer ebenfalls Verantwortung für unsere kleinen Gefährten tragen möchte, kann sich durch Spenden oder Patenschaften engagieren.

www.tierschutzverein-reutlingen.de

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 13.08.20 - 15:45 Uhr   -   433 mal angesehen)

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