RTF.1 - Radio für die Region Neckar-Alb

Region Neckar-Alb bei Nacht Region Neckar-Alb bei Tag

Webradio hören Winamp, iTunes Windows Media Player Real Player QuickTime

Reisen

Foto: obs/Hapag-Lloyd Cruises
Kreuzfahrt-Branche startet wieder - Weniger Passagiere, strenge Hygiene

Die Kreuzfahrtbranche sticht nach der Corona-Zwangspause wieder in See. Die Branchenriesen TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und AIDA haben für Juli und August ihren Neustart angekündigt - mit Hygienekonzepten und weniger Passagieren. Was geplant ist, was die Reisen kosten - hier eine Übersicht.

Hapag-Lloyd Cruises (Bild) plant ab Ende Juli 2020 mit umfangreichen Hygiene- und Präventionsmaßnahmen wieder in See zu stechen. An den Start geht das Kreuzfahrtunternehmen zunächst von Hamburg aus mit dem Luxusschiff EUROPA 2 sowie dem Expeditionsschiff HANSEATIC inspiration und einer um rund 40 Prozent reduzierten Passagierzahl von 150 bis maximal 300 Gästen an Bord. Die Basis für die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs sind Leitsätze der zuständigen Behörden, die in Koordination mit CLIA Deutschland und den Reedereien sowie in Zusammenarbeit mit Experten erarbeitet worden sind. Hierauf basiert das Präventions- und Sicherheitskonzept von Hapag-Lloyd Cruises.

"Wir haben uns intensiv auf diesen Neustart vorbereitet und begegnen der neuen Reise-Realität mit deutlich verschärften Präventions- und Hygienestandards. Wir überstürzen nichts, denn uns ist die Sicherheit unserer Gäste und der Crew sowie das Vertrauen der Verantwortlichen der deutschen Häfen sehr wichtig" sagt Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Cruises.
"Unser Neustart erfolgt sehr kontrolliert. Dabei gehen wir sogar über die behördlichen Bestimmungen hinaus: Zwischen zwei Kreuzfahrten nehmen wir uns bewusst einen Tag Zeit ohne Gäste an Bord. Unser Reset-Tag steht für eine Generalreinigung und Desinfektion des gesamten Schiffes und dient dazu die neuen Prozesse zu etablieren.", so Pojer.

Bereits vor dem Start der Reise sorgen die verpflichtende Auskunft zur Gesundheit sowie der Einsatz von Wärmebildkameras bei der Einschiffung und ein gestaffeltes, kontrolliertes Boarding dafür, dass umfangreiche Präventionsmaßnahmen und Abstände eingehalten werden können.
Ein umfassender Gesundheitscheck gilt auch für die Crew: Sie wird vor Beginn ihres Einsatzes isoliert und absolviert einen PCR-Test. Jeden Tag finden vor Dienstbeginn Temperaturmessungen für die Crew statt. Definierte Prozesse der medizinischen Betreuung und Pläne für den Ernstfall sowie ein umfassendes Schulungs- und Sicherheitsprogramm für die Besatzung sind Teil des Gesundheits- und Sicherheitskonzepts. Das Medical Team ist erweitert und der Public Health Manager verantwortet die Umsetzung der Präventions- und Hygienemaßnahmen.

Wenn z.B. in den kleineren Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Cruises ein Abstand von 1,5m nicht möglich ist, erhalten die Gäste an Bord ein Care-Set mit Mund-Nasen-Schutz. Es werden ausschließlich Außenkabinen, überwiegend mit Balkonen, vergeben.

Alle Schiffe sind ausgestattet mit Wärmebildkameras sowie mobilem Labor, mit dem sich Viruserkrankungen - wie Covid-19 - schnell erkennen lassen. Kaltnebelgeräte sorgen für eine flächendeckende Grundreinigung von Suiten bzw. Kabinen und öffentlichen Bereichen. Zudem wird die Anzahl an Desinfektionsspendern an Bord deutlich erhöht.

Auch im Bordleben zeicgen sich die neuen Standards: Das Crew-Passagier-Verhältnis von 1:1 sorgt für einen individuellen und persönlichen Service. In den Restaurants wird die Anzahl an Plätzen reduziert, die Öffnungszeiten werden erweitert. Es erfolgt keine Selbstbedienung in den Restaurants, am Buffet oder in den Bars. Alle Mahlzeiten können auch im 24-Stunden-Service in der eigenen Kabine serviert werden. Die Klimaanlagen in den Kabinen der Gäste und der Crew sowie in allen öffentlichen Bereichen gewährleisten eine 100%ige Frischluft-Versorgung.

Mehr Platz pro Passagier bei TUI Cruises 

TUI Cruises nimmt noch im Juli den Kreuzfahrt-Betrieb wieder auf: Ab dem 24. Juli starten die sogenannten "Blauen Reisen" auf der Mein Schiff 2. Die drei- bis viertägigen Kurzreisen beginnen und enden in Hamburg und bestehen ausschließlich aus Seetagen.

"Unsere Kunden und Fans haben uns in den letzten Wochen signalisiert, dass sie Sehnsucht nach Meer und der Mein Schiff haben. Damit Reisende auch in diesen Zeiten mit einem guten Gefühl an Bord kommen können, haben wir unsere ohnehin schon sehr strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nochmals verschärft und auf die aktuelle Situation hin angepasst", sagt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.

Das Unternehmen begrenzt die Kapazität an Bord zum Start auf maximal 60 Prozent und hat sämtliche Prozesse vor und während der Reise, beim Check-In und im Gäste- sowie Crew-Bereich zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften angepasst. So werden beispielsweise alle Kabinen vor Ankunft der Gäste desinfiziert oder die Sonnenliegen mit einem Abstand von zwei Metern auf dem Pooldeck platziert.

Die Vorsichtsmaßnahmen basieren laut TUI Cruises auf den medizinischen Standards renommierter Institutionen wie dem Robert Koch-Institut (RKI), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie auf den örtlich geltenden Vorgaben und Leitlinien. 

AIDA misst Temperatur der Gäste

Im August 2020 heißt es "Leinen los!" für die ersten drei Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises zu einem Neustart seit der Reiseunterbrechung. Den Auftakt macht AIDAperla am 5. August 2020 in Hamburg. Danach startet AIDA Cruises am 12. August 2020 mit AIDAmar ab Rostock-Warnemünde und am 16. August 2020 mit AIDAblu ab Kiel in die diesjährige Sommersaison.

Die ersten Reisen finden mit einer angepassten Passagierkapazität und ohne Anlauf eines weiteren Hafens statt. Vom Start des Buchungsprozesses über die Reisevorbereitung, das Ein- und Ausschiffen im Hafen, den Aufenthalt an Bord und die medizinische Betreuung: Ergänzend zu den bereits bestehenden Hygiene- und Gesundheitsstandards hat AIDA Cruises weitere präventive Maßnahmen eingeführt.

Diese reichen vom digitalen Gesundheitsfragebogen vor der Reise über die Temperaturmessung vor dem Check-in für Gäste und Crew, die Kontaktvermeidung durch Abstandsregeln und Wegeleitsysteme bei der An- und Abreise sowie an Bord bis hin zu angepassten Kapazitäten, z. B. für Restaurants, Bars, Theater, Sport- und Wellnessbereiche. Ergänzt wird dieses Konzept durch eine Vielzahl zusätzlicher Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem erhöhte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, die nach einem festgelegten Plan in allen Kabinen sowie öffentlichen Bereichen rund um die Uhr stattfinden, oder zusätzliche Desinfektionsspender am Check-in und an Bord.

Eine medizinische Betreuung für alle Gäste und Crew-Mitglieder sei rund um die Uhr gewährleistet. Die Schiffe sind mit PCR-Test-Kits und Diagnosegeräten zur umgehenden Auswertung von COVID-19-Verdachtsfällen ausgestattet. Das medizinische Personal ist zu den relevanten Testverfahren und Behandlungsmethoden geschult. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wurden umfangreiche Prozesse entwickelt, wie bei einem bestätigten COVID-19-Fall schnellstmöglich die medizinische Versorgung und Ausschiffung sowie die Heimreise des Gastes gewährleistet werden kann.

Was kosten Kreuzfahrten aktuell?

Fünf Tage mit Hapag-Lloyd Cruises ab/bis Hamburg durch den Nord-Ostsee-Kanal und die Flensburger Förde in die Dänische Südsee kosten beispielsweise ab 2.490 Euro pro Person. Hier kreuzt das Expeditionsschiff im Kleinen und Großen Belt, bevor mit der Passage von Skagen und dem ausgiebigen Kreuzen vor Helgoland Dänemark umrundet wird.

Bei den "Blauen Reisen" von TUI Cruises kostet eine 3-tägige Reise ab und bis Hamburg ohne Anreise mit Premium Alles Inklusive bei Doppelbelegung pro Person ab 599 Euro in der Balkonkabine und ab 949 Euro in der Suite.

AIDA verlangt ab/an Hamburg, Warnemünde oder Kiel im August 2020, für 3 Nächte ab 495 Euro pro Person, oder für 4 Nächte ab 570 Euro pro Person.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 09.07.20 - 17:49 Uhr   -   566 mal angesehen)

Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

Foto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Regionaler Export zieht an Hoffnungsschimmer im regionalen Export: Nach starkem Rückgang im April und Mai sorgt der Juni für eine Trendwende.
Foto: RTF.1
So gelingt der friedliche Umgang mit Wespe & Co Sommerzeit ist Wespenzeit. Bei sommerlichen Temperaturen dauert es nicht lange, bis beim Mittag- oder Abendessen unter freiem Himmel die gelb-schwarzen Flieger angelockt werden. Gerade dann können Wespen lästig werden. Von den acht einheimischen sozialen Wespenarten trifft dies allerdings nur auf zwei Arten zu: die Deutsche und die Gemeine Wespe.
Foto: Pixabay.com
Worauf Diabetiker an Naturgewässern achten sollten Mit Diabetes mellitus den Sommer genießen - aber Vorsicht an Badeseen und am Meer: Bei Abkühlung in Naturgewässern sollte besonders auf den Glukosespiegel und Hautverletzungen geachtet werden.

Weitere Meldungen