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Burg Hohenzollern

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Startschuss - Bastionsmauer wird restauriert

"Im Schwäbischen, bereits von weitem, steingewordne Fantasie, aufgetürmt auf hohem, breitem Waldes-Kegel, sieht man sie". So beschreibt ein anonymer Dichter den Moment, als er zum ersten Mal die Burg Hohenzollern erblickte. Die schützenden Mauern um das historische Bauwerk sollen nun großflächig restauriert werden.

Das Gerüst steht und die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange. Der Startschuss für die Bastionsmauer-Restaurierung fiel bereits am 14. Oktober. Gestern waren Vertreter der Presse, zu einer informationsreichen Begehung der Baustelle geladen. Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe erklärt, dass vor 150 Jahren die dritte Burg Hohenzollern erbaut wurde und seitdem nur kleine Restaurierungen unternommen wurden. Jetzt am Montag, sei, nach sieben Jahren Planung, sozusagen der neue Burgbau gestartet.

Als „Jahrhundertprojekt" bezeichnete die Burgverwalterin die nun anstehenden, komplexen, Sanierungsmaßnahmen, die über die Mauersanierung hinausgehen. Insgesamt sollen die Bauarbeiten fünf Jahre lang dauern und rund 15 Millionen Euro kosten. Die größte, auch für die Besucher sichtbare Veränderung wird wohl der geplante Aufzug am Adlertor sein. Der Aufzug kann dabei nicht einfach ins Gelände gestellt werden, zuerst müsse eine Ebene dafür erstellt werden, die fast die Hälfte des Etats schlucke, erklärt Bauingenieurin Katharina Schaller. Der Aufzugsanbau wird eine Förderhöhe von 22 Metern haben, erklärt sie weiter.

Damit der Aufzug das Gesamtbild des Bauwerks nicht stört, wird er mit dem selben Material verkleidet aus dem auch die Burgmauern bestehen, dem gelben Anguladensandstein. Wer nun Angst hat die Burg aufgrund der Bauarbeiten nicht mehr besuchen zu können, der sei beruhigt: die Besucher können auch weiterhin die Burg besuchen und es werden sogar Baustellenführungen angeboten.

Und auch der traditionelle Weihnachtsmarkt, zu dem alle Jahre wieder Besucher aus nah und fern auf die Burg Hohenzollern strömen, ist nicht in Gefahr. Wenn Alles läuft wie geplant, können die Burggäste 2020 sogar schon den neuen Aufzug nutzen.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 17.10.19 - 16:57 Uhr   -   785 mal angesehen)

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