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Albstadt

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IHK berichtet über wirtschaftliche Situation im Zollernalbkreis

Die Konjunktur und der drohende Abschwung sind derzeit in aller Munde. Auch die Wirtschaft in der Region bekommt diesen Abschwung zu spüren. Die Industrie- und Handelskammer Reutlingen berichtete in einem Pressegespräch über die aktuelle Situation insbesondere im Zollernalbkreis und mit welchen Maßnahmen gegengesteuert werden kann.

Der Export im Zollernalbkreis ist im ersten Halbjahr 2019 um 2,2 Prozent zurück gegangen. In der gesamten Region Neckar-Alb lag der Rückgang bei 1,5 Prozent. Besonders betroffen im Zollernalbkreis sind Textilindustrie und Automobilzulieferer.

IHK Vizepräsident, Thomas Lindner, benennt als Ursachen, unter anderem den Handelskonflikt zwischen den USA und China, sowie die Auswirkungen eines Brexits, aber auch viele politische Verwerfungen würden zu den wirtschaftlichen Rückgängen beitragen.

„Ja, wenn ich zurück denke an die letzten fünf Jahre, fällt mir leider kein einziges Gesetz ein, dass ich als wirtschaftsfreundlich bezeichnen würde. Es wäre schön, wenn ich in fünf Jahren sagen könnte, da sind mal fünf oder zehn Gesetze geschaffen worden, die explizit die Wirtschaft unterstützen. Ob das nun im Steuer-Bereich ist, ob das im Rahmen des Bürokratie-Abbaus ist, ob das in der Renten- oder Sozialpolitik ist, da gibt es viele Felder, wo wir Wünsche haben", erklärt Lindner.

Die IHK will die regionalen Unternehmen deshalb auch unterstützen, andere wirtschaftliche Wege zu gehen.

„Nun, es ist in solchen Zeiten ja immer wichtig, sich neue Märkte zu erobern. Schwierig ist es natürlich. Wo sind die neuen Märkte? Die sind auch nicht alle ganz einfach, Schwarzafrika ist da ein Beispiel. Und hier versucht die Kammer eben, mit personellen Ressourcen, mit Expertise, vor allem den kleineren und mittleren Unternehmen den Einstieg in solche Märkte zu erleichtern", so Lindner.

Extra dafür hat die IHK ein eigenes Institut gegründet, das „CCI Reutlingen Institute for Emerging Markets." Dieses Institut bietet eben genau diese Expertise für die Unternehmen in der Region an. Lindner glaubt, dass sich die Unternehmen durchaus noch auf einige schwere Monate einstellen müsse und die Zahlen in den kommende 6-12 Monaten nicht gerade berauschend sein werden. Eine Katastrophe sieht er aber nicht, eher eine ganz normale zyklische Abschwächung.

„Nach zehn Jahren Boom ist das völlig normal. Eigentlich hätte das schon vor zwei bis drei Jahren kommen müssen, jetzt ist es nach zehn Jahren gekommen. Ich sage mal, man muss es benennen, es sollte uns auch den Anlass geben, die Strukturschwächen anzugehen, aber ich habe trotzdem vor der Zukunft keine Angst. Ich denke, wir können da positiv in die Zukunft schauen", erklärt Lindner optimistisch.

Mit diesem Blick in die Zukunft könnte aus der aktuellen Situation auch Positives Entstehen – wie beispielsweise eine Beschleunigung im Glasfaserausbau. Denn, um es mit den Worten des IHK-Vizepräsidenten zu sagen, „solange es einem gut gehe, vernachlässige man auch die Hausaufgaben." So wird sich wohl in den kommenden Monaten zeigen, ob der drohende konjunkturelle Abschwung eventuell auch einen positiven Nebeneffekt mit sich bringen kann.


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