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Reutlingen

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Hochzeitsausstellung im Heimatmuseum

"Ewig Dein. Ewig Mein. Ewig uns." - Die Zeilen des berühmten Treueschwurs, den Ludwig van Beethoven 1810 in einem Liebesbrief verewigte, sind auch heute noch Worte, die Liebende gern an einem ganz besonderen Tag äußern oder die sich auf Grußkarten, Gravuren oder Ähnlichem befinden. Der besondere Tag, der gemeint ist, ist natürlich die Hochzeit. Und um dieses ganz spezielle Fest dreht sich auch die aktuelle Ausstellung im Reutlinger Heimatmuseum.

Die Hochzeit – nicht immer nur ein Fest der Liebe. So wurden früher oft Menschen verehelicht, um rein wirtschaftliche Bande zu knüpfen oder zu pflegen. Die Entwicklung der Institution Ehe ist ein Part, der in der Ausstellung „Die Hochzeit – Das Fest, Traditionen und Trends" im Heimatmuseum Reutlingen thematisiert wird. Zu sehen gibt es außerdem zahlreiche zum Fest gehörende Objekte vom 19. Jahrhundert bis zu Beginn des 21. Jahrhundert.

Die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Martina Schröder erklärt, dass die Ausstellung den kompletten Werdegang eines Brautpaares thematisiere, vom gemeinsamen Kennenlernen bis hin zum eigentlichen Hochzeitsfest. Wer vielleicht selbst seine Hochzeit im Moment plant, der kann sich beispielsweise Anregungen für seine Speisekarte holen, indem er mal so schaut, was in den 50er gerade angesagt war.

Und wer gerade zu dieser Zeit geheiratet hat – kann sich nostalgischen Erinnerungen hingeben. Wie sich die Trends im Laufe der Zeit verändert haben, kann man vor allem anhand der Traditionen rund um das Hochzeitskleid erkennen. Bis zum Jahr 1918 haben sich die Bräute für ihre Hochzeit ein Kleid in gedeckten Farben anfertigen lassen, damit sie dieses bei anderen festlichen Gelegenheiten erneut tragen konnten.

Erst seit den 20er Jahren werden in der Brautmode eher helle Farben verwendet. Dieser Trend hält sich bis heute – wenn auch hin und wieder mit kleinen Abweichungen. Das Hochzeitskleid wird außerdem nun nicht mehr zu anderen Gelegenheiten getragen. In der Regel ist es das teuerste Kleid, dass eine Frau in ihrem Leben trägt, erklärt Martina Schröder.

Ein Trend der sich besonders in letzter Zeit zeigt, betrifft den Umfang der Hochzeit. Größer, Üppiger und auch teurer ist der aktuelle Trend. Deswegen, aber auch weil die Hochzeitspaare immer älter werden und oft berufstätig sind, hat sich eine ganz neue Dienstleistung etablieren können: der Beruf der Hochzeitsplanerin oder -planers.

Die Ausstellung will aber nicht nur etwas zeigen – sie will, ganz interaktiv, auch selbst etwas in Erfahrung bringen. Zu diesem Zweck gibt es eine Wand, auf der Besucherpaare selber darstellen können, wie sie sich kennen gelernt haben.

Alles, was in der Ausstellung zu sehen ist, stammt entweder aus dem Bestand des Heimatmuseums oder war früher im Besitz von Reutlinger Bürgern. Auch manch persönliche Reutlinger Hochzeitsgeschichte kann man in der Ausstellung nachlesen.

Die Reutlinger Hochzeiten und alles was dazu gehört, können in der Ausstellung noch bis zum 8. September erkundet und kennen gelernt werden.


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