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Grabenstetten

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Kelten erleben - Neuer Zweckverband Region am Heidengraben plant Erlebniszentrum

Schon länger haben sie eine WhatsApp-Gruppe - jetzt haben sie einen Zweckverband gegründet: Die Bürgermeister von Grabenstetten, Hülben und Erkenbrechtsweiler. Sie wollen ein Keltenzentrum bauen, damit die Besucher des Heidengrabens dessen reiche Historie erleben können. Am Mittwoch haben Roland Deh, Siegmund Ganser und Roman Weiß den Verband offiziell gegründet.

Der Heidengraben – das hügelige Gebiet zwischen Grabenstetten, Erkenbrechtsweiler und Hülben – war vor 2000 Jahren eine belebte, keltische Befestigungsanlage, ein sogenanntes Oppidum, in dem mehrere tausend Menschen lebten und arbeiteten.

Mit 1.662 Hektar Gesamtfläche ist es das größte bekannte Oppidum Europas. Mit einem Heidengrabenzentrum wollen die Bürgermeister der drei Gemeinden das damalige Leben der Kelten nun erlebbar machen. Dafür brauche es arbeitsfähige Strukturen, denn bislang hätte man nur auf kommunaler Ebene zusammen gearbeitet.

Es sehe gut aus mit der Möglichkeit das Heidengrabenzentrum zu bauen, so Roland Deh, Bürgermeister von Grabenstetten. Dafür mache es Sinn, die drei Gemeinden in einer rechtlichen Konstruktion zusammen zu setzen. Dabei sei der Zweckverband am praktischsten erschienen.

Zunächst muss der Zweckverband einen Haushaltsplan erstellen, um ihn überhaupt auf den Weg zu bringen. Die Rechtsaufsichtsbehörde muss den Verband dann genehmigen, bevor es an die weitere Planung gehen kann. Diese sieht unter anderem Bezuschussung durch das Land vor.

Das land Baden-Württemberg habe die Idee der kelten aufgenommen, erklärt Siegmund Ganser aus Hülben. Im Jahre 2020/2021, dem Doppelhaushalt, sollen Mittel für die keltische Geschichte für das Land und die Gesamtkommunen, die mit der keltischen Geschichte zu tun haben, bereitgestellt werden. Auch die Region am Heidengraben soll eine nicht unerhebliche Summe erhalten. Der Betrag stehe noch nicht fest.

Insgesamt 1,5 Millionen Euro haben die Kommunen bereits selbst aufgebracht. Weiter aufstocken können sie aber nicht, so Ganser. Zur Verwirklichung des Projekts fehlen jetzt noch rund 4,5 Millionen Euro. Schließlich soll das neue Zentrum am Heidengraben einiges bieten.

Man müsse sich wegdenken vom klassischen Museum, so Ganser. Es werde ein tatsächlicher Erlebnispark erstellt, wo die Besucher direkt erfahren können, wie es vor 2000 Jahren ausgesehen haben muss. Und das mithilfe von 3D, Animationen und Tablets.

Die kommenden Verhandlungen zwischen Zweckverband und Land sollen dann klären, wie der Restbetrag zur Umsetzung finanziert werden kann, sodass der Bau im Jahr 2021 beginnen kann und schon bald die Kelten am Heidengraben zu neuem Leben erweckt werden.


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