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Reutlingen

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Vielfältige Kultur - Institutionen unterschreiben Baden-Württemberger Erklärung der Vielen

Kunst ist für alle da. Diesen Vorsatz nimmt sich die sogenannte "Baden-Württemberger Erklärung der Vielen" zu Herzen. Kunst und ihre Einrichtungen sollen demnach offene Räume sein, die Vielen gehören. Kulturinstitutionen und -akteure aus Baden-Württemberg können diese Erklärung seit dem 1. Februar unterzeichnen. Zu den Erstunterzeichnern gehören auch die Reutlinger Institutionen WPR, Tonne, VHS und franz.K.

Gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung und für Vielfalt in der Kultur positionieren sich die Institutionen und Akteure mit ihrer Unterzeichnung. Doch sie beziehen damit nicht nur Stellung. Auch verpflichten sie sich damit, anderen Institutionen zu helfen und sie zu verteidigen, sollten diese von rechtspopulistischer Seite angegriffen werden, so franz.K-Vorstand Andreas Roth.

Denn Vielfalt sei wichtig in der Kunst. Spieler aus 15 Nationen spielen bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und auch die Volkshochschule hat etliche Schüler verschiedenster Nationalitäten. Solidarität unter den Kulturschaffenden sei enorm wichtig, damit keine rechtspopulistischen Angriffe die Kunst- und Kulturangebote beeinträchtigen können.

Solche hätten die Institutionen vermehrt feststellen müssen, erklärt Roth. Es gebe Anfragen in allen Parlamenten und sogar Drohungen. In Baden-Württemberg gebe es Anträge, Zuschüsse zu kürzen.

Ein solcher Angriff auf die Kulturfreiheit sei ein Angriff auf die Demokratie, so WPR-Intendant Cornelius Grube. Die Reutlinger Kultureinrichtungen wollen dagegen einstehen und Reutlingen damit als eine „Stadt der Vielen" machen.

Es sei wichtig sich klar zu positionieren und für die demokratische Gesellschaft einzutreten, so Roth. Es sei noch genug zu tun, die Gesellschaft tatsächlich demokratischer zu machen. Von den "alten Rezepten aus der Mottenkiste", bei denen Menschen ausgeschlossen würden, seien schlechte Erfahrungen gemacht worden. Dies müsse in jeder Hinsicht bekämpft werden.

Die „Erklärung der Vielen" wurde im November 2018 in Berlin eingeführt und von zahlreichen Städten und Bundesländern übernommen. In Baden-Württemberg haben bereits über 100 Einrichtungen und Akteure unterzeichnet.





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