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Verbraucherzentrale kritisiert "Höhle der Löwen" - Juror wehrt sich

Wer bei Produkten aus der TV-Sendung "Höhle der Löwen" zugreift, muss seine Neugier oft mit hohen Preisen bezahlen, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW. Denn später würden sie oft billig verramscht. Auch die Qualität sei vielfach enttäuschend. Juror Ralf Dümmel verteidigt das Vorgehen: "Willkommen in der Marktwirtschaft!"

"Die Höhle der Löwen"-Juror Ralf Dümmel kritisiert die Abrechnung der Verbraucherzentrale NRW mit der Gründershow. "Ich bin wahnsinnig enttäuscht, weil ich die Verbraucherzentrale für seriös gehalten habe", sagte Dümmel der "Rheinischen Post". Die Verbraucherzentrale NRW hatte kritisiert, dass viele Produkte anfangs teuer seien, aber schon nach kurzer Zeit verramscht würden.

"Willkommen in der Marktwirtschaft! Man sollte dort eigentlich wissen, dass der Verkaufspreis weder von einem Gründer noch von einem Löwen, geschweige denn einer Fernsehsendung, vorgeschrieben werden darf, weil das Kartellrecht ganz klar regelt, dass der Handel frei in seiner Preisgestaltung ist - es gibt ja schließlich auch einen Sommerschlussverkauf", sagte Dümmel. "Niemand macht ein Geheimnis daraus, dass es Produkte gibt, die nicht funktionieren. Soll man die Produkte in die Elbe kippen? Das ist doch geschäftlich völlig normal, dass man Waren auch mal reduziert."

Wer am Morgen nach der Sendung in die Geschäfte läuft, findet laut Verbraucherzentrale "wie von Zauberhand" die gerade erst vorgestellten Ideen fix und fertig produziert in den Regalen. Ausgezeichnet sind sie jetzt mit einem goldenen Löwen-Logo: „Bekannt aus der VOX Gründer-Show". Befremdlich finden die Verbraucherschützer allerdings: Das Emblem pappe auch auf Produkten, die in der Gründershow durchgefallen seien. Ein Beispiel dafür: „DasKaugummi", ein zuckerfreies Produkt, das auf ungewöhnliche Geschmacksrichtungen wie Orange/Ingwer setzt und das mittlerweile heftige Kritiker habe: „Viel zu teuer!" oder gar „widerlich" heißt es in den durchwachsenen Kommentaren.

Die Verkaufsstrategie geht nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW zu Lasten von angefixten Schnellkäufern: "Die Löwen nämlich brüllen extrem laut ihre hohen Preisempfehlungen (UVP). Doch die Preise erinnern Verbraucherschützer eher an Tiger, die als Bettvorleger landen."

Der „hoehle-der-loewen-shop" bietet auf eBay auch Produkte aus den vergangenen Staffeln an. Dort kostete ein Dreier-Set der Einbruchsicherung „Fensterschnapper" aus der vierten Staffel nur noch schlappe 19,99 Euro gegenüber der UVP von 119,99 Euro.

Dabei sollte die Betreiberin des eBay-Shops, die „in-trading Handelsgesellschaft", eigentlich die Preise kennen. Sie ist laut eigener Website offizieller Vermarktungspartner für „Höhle-der-Löwen"-Artikel. Bei einer Sichtung der Verbraucherzentrale hatte der eBay-Shop alle vorhandenen UVP-Preise durchgestrichen. Es lockten satte Reduzierungen von bis zu 50 Prozent und mehr. Einige Preise schienen wie im freien Fall. Für „Tukluk" beispielsweise, ein Spielmattenset für Kinder, bedeutete das: Statt der UVP von 599,99 Euro waren nur noch 149 Euro zu berappen.

Auch die Qualität scheint laut Verbraucherzentrale vielfach mangelhaft zu sein: Die Tester fanden nach eigenen Angaben auf Anhieb zehn Löwen-Produkte beim Branchenprimus Amazon mit miesen Bewertungen und insgesamt Hunderten böser Kommentare. Darunter der Reparaturstift „Blufixx" („Müll") oder die „Abflussfee", ein Verschlusstopfen mit Duftstein („Reinfall").

Auch „Protect Pax" sei so ein Fall. Der flüssige Displayschutz für Handys warb vollmundig, musste schließlich aber die Werbung ändern. Discounter Aldi und andere Händler verbannten die Packungen demnach aus den Filialen.


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