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Reutlingen

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Noch jemand ohne? - Ausbildungsplätze sichern auf den IHK-Berufsinfotagen

Schlagwörter wie Fachkräftemangel und Digitalisierung beherrschen die Nachrichten und sorgen in den Betrieben teilweise für Zukunftsängste. Um dennoch den passenden Nachwuchs zu gewinnen, finden regelmäßig Berufsinfotage für junge Menschen statt, bei denen sich die Unternehmen präsentieren können und direkt mit ihren potentiellen neuen Azubis ins Gespräch kommen können - so auch bei den IHK Berufsinfotagen in Reutlingen.

Zwei Tage lang können Jugendliche in der IHK-Akademie Reutlingen regionale Unternehmen kennen lernen und sich so ihren Ausbildungsplatz für 2019 sichern.

Über 60 Aussteller sind vor Ort und präsentieren sowohl ihr Unternehmen als auch ihr Ausbildungsangebot. Mit dabei sind auch Auszubildende, die die Jugendlichen auf Augenhöhe beraten können.

Mit etwas Glück wird dann aus dem ersten Informationsgespräch eine längerfristige Beziehung. Immer wieder hört IHK-Projektmanagerin im Ausbildungsmarketing, Janina Kunkel, von Erfolgen seitens der Unternehmen, die auf der IHK-Berufsmesse ihre Auszubildenden gefunden haben.

Viele Jugendliche finden hier nämlich sehr gut einen Ausbildungsplatz – von Angesicht zu Angesicht ist das eben doch einfacher als sich nur über die Unternehmens-Homepage zu informieren.

So geht es auch dem 15-jährigen Schüler Nico. Er ist auf der Suche nach einem kaufmännischen Beruf. Für ihn ist sind die Infotage eine gute Hilfe, da man so mehr über die Firmen erfahre.

So wie zum Beispiel am Stand vom Braun-Möbel-Center aus Reutlingen – auch wenn er hier nicht erfolgreich war.

„Da waren die Ausbildungsplätze leider schon weg, aber bei Mercedes-Benz, da finde ich es eigentlich ganz gut" erzählt uns der Schüler.

Doch nicht nur große Unternehmen wie Mercedes-Benz oder der Hersteller von Reaktionsharzen und Maschinensystemen, Rampf aus Grafenberg, bieten ihre Ausbildungsberufe an, auch kleinere Familienunternehmen wie die Wilhelm Keller GmbH & Co. KG aus Nehren sind auf der Suche nach Nachwuchs.

Geschäftsführerin Stephanie Keller sieht für die Auszubildenden in einem kleineren Betrieb viele Vorteile.

„Die Wege sind bei uns relativ kurz, die Entscheidungen fallen relativ schnell, man lernt alles kennen. Die Industriekaufleute sind bei uns auch mal in der Produktion und im Wareneingang oder Warenausgang. Sie lernen die Produkte kennen, die sie nachher verkaufen oder einkaufen sollen. Die Industriemechaniker sind dann auch in der Fertigung. Wir haben einen eigenen Werkzeugbau bei uns, mit auch noch sehr vielen manuellen Maschinen, so dass man den kompletten Prozess lernt bis hin zur CNC Maschine" so Stephanie Keller.

Pro Jahr sucht der Spezialist für Pumpen und Armaturen je Ausbildungsberuf einen Azubi.

Der Nachwuchs ist gefragt – Ausbildung statt Studium - darauf hoffen viele Unternehmen in der heutigen Zeit.

Die Deutsche Bahn setzt da gekonnt auf Lockmittel wie eine VR-Brille, um bei den Jugendlichen das Interesse für ihre Ausbildungsberufe zu begeistern.

Auch ganz neue Berufe wie den E-Commerce-Kaufmann oder Kauffrau werden mittlerweile angeboten. Zum Beispiel bei dem Tübinger Hersteller für Licht- und Stromverteilung brennenstuhl. Der E-Commerce-Kaufmann ist eine Mischung aus einer kaufmännischer Ausbildung mit Marketinganteilen wie Google-Analytics und SEO – also Suchmaschinenoptimierungsmaßnahmen.

Für welchen Ausbildungsberuf das Herz der Jugendlichen auch schlägt, auf einer Berufsmesse wie hier ist die Wahrscheinlichkeit jedenfalls hoch, etwas passendes zu finden.


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