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Studie

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Gerechtigkeit in Deutschland? Bevölkerung ist zwiegespalten

Wie gerecht geht es zu in Deutschland? Darüber ist die Meinung deutlich geteilt: 51 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren empfinden die Situation als eher gerecht, während 46 Prozent sie als eher ungerecht wahrnehmen. Die übrigen 3 Prozent sind unentschlossen. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung fühlen sich in unserer Gesellschaft persönlich angemessen behandelt. Während jeder Zehnte sich selbst sogar als bevorzugt einstuft, fühlt sich jeder Fünfte benachteiligt.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks für die ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit".

Der Anteil derer, die sich persönlich benachteiligt fühlen, steigt mit sinkender Bildung sowie sinkendem Haushalts-Nettoeinkommen. Ebenso neigen die Gruppen mit niedriger Bildung oder niedrigem Haushalts-Nettoeinkommen auch bei der Beschreibung der aktuellen Verhältnisse in Deutschland vermehrt zu einer negativen Haltung. Zwischen Männern und Frauen ist die Wahrnehmung ebenfalls unterschiedlich. Jede zweite Frau (54 Prozent) empfindet die Verhältnisse in Deutschland als ungerecht, während lediglich gut jeder dritte Mann (38 Prozent) dieser Auffassung ist. Und auch zwischen West- und Ostdeutschland sind die Meinungen geteilt: Im Westen findet eine knappe Mehrheit die Verhältnisse in Deutschland eher gerecht (53 Prozent), in den ostdeutschen Ländern lautet die Bewertung für die Situation in der gesamten Bundesrepublik mehrheitlich "eher ungerecht" (52 Prozent).

Bei den Altersgruppen ragen die 50- bis 64-Jährigen heraus: 55 Prozent von ihnen beschreiben die aktuelle Situation als eher ungerecht. Bei den 14- bis 34-Jährigen sind es 45 Prozent, bei den 35- bis 49-Jährigen 46 Prozent. Von den Menschen, die älter als 65 Jahre sind, teilen 38 Prozent die Einschätzung.


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