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Studie zu Missbrauch

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Bischof fordert von katholischer Kirche mehr Selbstkritik im Umgang mit Missbrauchsfällen

Die Ergebnisse der Missbrauchsstudie im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz haben den Passauer Bischof Stefan Oster zu harscher Kritik an der katholischen Kirche veranlasst: Im Umgang mit Missbrauchsfällen sei es ihr allzuoft vor allem um den Selbstschutz gegangen und den Ruf der Priester. In einer Videobotschaft bittet er Opfer um Vergebung und ruft dazu auf: "Helfen Sie uns mit bei der Reinigung der Kirche".

Die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wird sich am 25. September mit der Studie und den daraus zu ziehenden Konsequenzen befassen. Medien hatten jedoch schon vorab Ergebnisse der Studie veröffentlicht. Der Passauer Bischof Stefan Oster, zugleich Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz, nennt sie "verheerend für die Kirche, für unsere Glaubwürdigkeit, aber mehr noch natürlich für die Menschen, die durch Verantwortliche der Kirche großes Leid erlitten haben".

In einer Videobotschaft auf der Homepage seines Bistums wird er deutlich:

„Allzuhäufig ging es zuerst oder vor allem um den Schutz der Institution Kirche oder um den Ruf des Priestertums. Viel zu wenig waren Betroffene im Blick."

Viel zu selten geht es laut Bischof Oster um die Frage, wie es wirklich aussehe hinter der Fassade.

„Sehr vieles, was passiert ist, ist schlicht ein Verbrechen am Leben eines Menschen, am Leben von vielen Menschen."

Bischof Oster stellt die Frage: „Sind wir in der Lage, ein System zu verändern, das eher zum Selbstschutz als zum Opferschutz neigt?" Seine Forderung: „Wir brauchen eine radikale Form der Selbstkritik im Blick auf die Institution."

Der Passauer Bischof bittet Missbrauchsopfer um Vergebung. Zugleich warnt er davor, Geistliche unter einen Generalverdacht zu stellen: „Die meisten unserer Priester sind gute, glaubwürdige Männer". In dem Video ruft er dazu auf: „Kämpfen Sie mit, damit der eigentliche Lebensgrund der Kirche wieder neu sichtbar und erfahrbar wird. Helfen Sie uns mit bei der Reinigung der Kirche und bei der schonungslosen Aufklärung."


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