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Reutlingen

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Auskreisung? - Kommunalpolitiker von Linke und CDU äußern sich dagegen

Die Auskreisungsdebatte in Reutlingen hat mit dem Dokument des Innenministeriums neue Fahrt aufgenommen. Dieses hat sich nämlich eher negativ bezüglich des städtischen Vorhabens geäußert. Die Linken-Fraktion im Gemeinderat spricht sich hingegen klar anti Auskreisung aus und zeigt sich einmal von ihrer konservativen Seite - sie will bestehende Strukturen erhalten. Auch in den Reihen der CDU finden sich Gegner.

Vor allem die Doppelstrukturen, die bei einer Stadtkreisgründung entstehen würden stoßen den Linken übel auf. Bei den jetzigen Verwaltungsorganen gäbe es zwar Verbesserungspotential. Eine Veränderung, wie sie die Stadtverwaltung wolle, sei aber keine Verbesserung sondern eine Verschlechterung, so Thomas Ziegler von der Linken. Weitere Wege und zersplittertere Verwaltungen seien die Folgen. Und vor allem gäbe es dadurch höhere Steuern und Abgaben.

Bei der CDU im Reutlinger Gemeinderat herrscht nicht so viel Einigkeit. Ein Teil ist dafür ein Teil dagegen – Der Fraktionsvorsitzende Rainer Löffler ist einer der Gegner. Er ist ebenfalls der Meinung, dass Doppelstrukturen geschaffen würden und der Effekt für die Stadt Reutlingen kein positiver sei. Insgesamt gäbe es eine gewachsene Struktur im Landkreis Reutlingen, die würde dabei unnötig zerstört werden.

Das Hauptargument der Befürworter – die Stadt hätte als Stadtkreis stolze 4,5 Millionen mehr in der Kasse – lassen die Linken nicht gelten. Rüdiger Weckmann von der Linken Liste aus dem Reutlinger Gemeinderat erklärt, dass das Innenministerium Zweifel daran habe.  Es müsse das Gesamtwohl der Kreise und des Landes betrachtet werden.

Falls es zu einem Stadtkreis Reutlingen kommen müsste jede Behörde verkleinert werden. Außerdem würde eine Auskreisung höhere Steuern für die Reutlinger Bürger mit sich ziehen. Ein Stadtkreis müsse eben auch finanziert werden. Zwischen 126 und 150 neue Mitarbeiter würden eingestellt werden müssen, so Carola Rau, ebenfalls von der Linken Liste des Reutlinger Gemeinderats. Das ergäbe Kosten von zwischen sechs und sieben Millionen Euro die zusätzlich hinzukommen würden.

Als nächstes stehen erst einmal die Anhörungen beider Parteien - also der Stadt und des Landkreises - vor dem Landtag an, der dann Für und Wider abwägen und schließlich entscheiden muss, ob Reutlingen kreisfrei wird oder nicht.


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