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Deutschland

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Telefonica plant schnelles Internet mit 5G für Hunderttausende Haushalte

Der Telefonkonzern Telefonica Deutschland (02) will mit der künftigen Mobilfunktechnik 5G das von der Bundesregierung geplante Legen von Glasfaser in fast jedes Haus unnötig machen. Mit einer schnellen Verbreitung autonom fahrender Autos in Deutschland mit Mobilfunkunterstützung rechnet das Unternehmen aber nicht.

Das sagte Vorstandschef Markus Haas der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Wir wollen bis 2022 rund 70 Prozent unserer 26.000 Funkstationen mit Glasfaser anschließen. 5G kann uns dann erlauben, immer mehr Haushalten extrem schnelles Internet per Mobilfunk mit mehr als einem Gigabit/Sekunde anzubieten. Ich kann mir vorstellen, perspektivisch viele hunderttausend Kunden mit 5G zu Hause zu versorgen." Offen bleibt, ob die Verträge mit den Kunden Begrenzungen beim Datenvolumen enthalten werden. Der Gedanke, dass jeder Netflix-Film das Volumen verbraucht, kann die Freude dann doch schnell nehmen. 

Haas kündigte Pilotprojekte an: "Als Test wollen wir dieses Jahr in München und Hamburg jeweils bis zu 50 Haushalte per 5G-Mobilfunk mit Internet versorgen. Dafür bauen wir in den Straßen entlang der vorhandenen Glasfasertrassen kleine Mobilfunkstationen, die dann W-Lan-Router in den Wohnungen versorgen. So ähnlich plant es der US-Mobilfunkgigant Verizon in mehreren Städten."

Skeptisch gibt sich Haas dagegen gegenüber Vorstellungen, die Mobilfunker würden schnell entlang aller großen Straßen Mobilfunkstationen aufbauen, die autonomes Fahren mit Mobilfunkunterstützung erlauben: "Es gibt bisher kein Geschäftsmodell, wie die hohen Milliardeninvestitionen für dieses sehr spezielle Anwendungsgebiet eines per 5G unterstützten autonomen Fahrens bezahlt werden."

Kein Problem hätte der Chef von Deutschlands drittgrößtem Telefonkonzern damit, wenn Marktführer Telekom bei Glasfasernetzen von der Regulierung befreit wird: "Der Aufbau der neuen Glasfasernetze sollte nicht wie bisher reguliert werden, um Investitionen anzuregen. Wir setzen wie in der Vergangenheit im Mobilfunk auf freiwillige Vereinbarungen und nicht auf Regulierung. Das Interesse der Telekom und anderer regionaler Anbieter an einer hohen Auslastung und schnellen Refinanzierung des Netzes wird sehr groß sein."


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