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Tübingen

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Mehr soziale Gerechtigkeit - Sahra Wagenknecht auf Wahlkampftour

Den Reichen nehmen, den Armen geben. So lässt sich das Parteiprogramm der Linken zusammenfassen. Ein Weiter so kann es nach Ansicht der tiefroten Partei nicht geben. Zwar habe sich die Wirtschaft in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, aber der Wohlstand sei bei einem großen Teil der Bevölkerung nicht angekommen. Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht war jetzt zu einer Wahlkampfveranstaltung auf dem Haagtorplatz in Tübingen gekommen.

Sie ist der Popstar unter den Linken: Sahra Wagenknecht polarisiert. Und das tat sie auch bei ihrem Wahlkampfauftritt in Tübingen. CDU, SPD, Grüne und FDP hätten es verdient, dass sie eine Klatsche kriegen. Immerhin hätten vierzig Prozent der Menschen weniger Einkommen als Ende der neunziger Jahre.

Besonders in der Kritik der Linken: Hartz IV. Die Agenda zwanzig-zehn sei ein einziger Fehler gewesen, und er hätte die Umverteilung wesentlich mitbewirkt. Hartz IV sei Enteignung. Mit 50 würde man von allem enteignet werden, was man sich im Leben aufgebaut hat. Und das noch bevor man den ersten Euro Hartz IV bekäme.

Um Altersarmut zu bekämpfen, hat Sahra Wagenknecht, ein einfaches Rezept. Es ist nicht die Riester-Rente, denn sie, so Wagenknecht, mache nur die Banken und Versicherungen reich. Die gesetzliche Rente sei die einzige die von den Launen der Finanzmärkte unabhängig sei. Und sie wolle, dass diese gesetzliche Rente den Menschen im Alter Sicherheit gibt und dass sie dort ohne Not und ohne Einschränkung leben können.

Alle, auch Selbständige, Beamte und Politiker, sollten, so Wagenknecht, in den gleichen Rententopf einzahlen. Für die Finanzierung der sozialen Wohltaten der Linken gibt es ein einfaches Rezept: Multimillionäre besteuern. Nicht die Besteuerung von Milliardenvermögen sei eine Enteignung. Die Existenz Milliardenvermögen beruhe auf Enteignung. Niemand könne so viel leisten , dass er sich wirklich eine Milliarde erarbeite. Sondern die Beschäftigten würden dies tun.

Die Normal- und Geringverdiener, so Wagenknecht, müssten dagegen steuerlich entlastet werden. Die Steuer-Freibeträge will die Linke deutlich anheben.


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