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Wahl

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Kanzlerin Merkel und Herausforderer Schulz treten zum einzigen TV-Duell an - Wahlentscheidend?

Es ist eines der wichtigsten Fernsehereignisse im Bundestagswahlkampf: "Das TV-Duell" zwischen der CDU-Kanzlerin und ihrem SPD-Herausforderer. Das TV-Duell heute ist das einzige direkte Aufeinandertreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz vor der Wahl. Wie wahlentscheidend ist das Duell, vor allem für die noch Unentschlossenen?

Während die Kanzlerin den Termin als einen unter vielen klassifiziert, macht der SPD-Kanzlerkandidat keinen Hehl daraus, dass er für ihn von größter Bedeutung sei, um das Ruder noch herumzureißen. Seit Wochen versucht er, die Kanzlerin zu einer echten Auseinandersetzung zu bewegen. Sie jedoch lässt sich von ihrem Konkurrenten bislang wenig aus der Reserve locken.

"Das TV-Duell" läuft ab 20.15 Uhr im Ersten, im ZDF, in RTL und Sat.1 sowie in mit ihnen verbundenen Sendern wie Phoenix. Dazu kommen Sondersendungen wie der Bericht aus Berlin ab 18.30 Uhr.

Im Vorfeld gab es Diskussionen um die Sendung: Kanzlerin Angela Merkel hat nach den Worten von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz versucht, ihr einziges TV-Duell vor der Bundestagswahl zu beeinflussen. "Frau Merkel hat ja versucht, die Bedingungen für das Duell zu diktieren", sagte Schulz der in "Rheinischen Post". Das zeige schon, dass sie sich vor der direkten Auseinandersetzung scheue. "Kein Wunder, wenn man nie Position bezieht." Er kündigte eine direkte Auseinandersetzung mit der Kanzlerin im TV-Duell an und gab den Ton vor: "Die Alternativen sind klar: mit Frau Merkels Nichtstun sinkende Renten und steigende Beiträge, mit mir als Bundeskanzler stabiles Rentenniveau und stabile Beiträge; Angela Merkel und 30 Milliarden für Rüstung oder Martin Schulz und 30 Milliarden für Schulen, Kitas, Pflege und schnelles Internet auch auf dem Land."

Die Mehrheit der Deutschen ist der Ansicht, dass voraussichtlich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim TV-Duell gegen ihren Herausforderer Martin Schulz (SPD) besser abschneiden wird. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Merkel bei dem Duell besser abschneiden wird. Nur 17 Prozent schätzen, dass Schulz besser abschneiden wird.

Nach einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage machen 76 Prozent der Befragten ihre Wahlentscheidung nicht vom TV-Duell abhängig; bei den Unentschlossenen sagen dies 70 Prozent.

21 Prozent der Deutschen wollen ihre Wahl zumindest zum Teil vom Ausgang des Duells abhängig machen; bei den Unentschlossenen sind es 28 Prozent. Ausschließlich auf Basis des TV-Duells will laut Umfrage keiner der Befragten eine Wahlentscheidung treffen.

59 Prozent der Befragten glauben nicht, dass Martin Schulz durch einen überzeugenden Auftritt beim Duell das Rennen ums Kanzleramt gewinnen kann; nur 35 Prozent trauen ihm das zu.

Mehr als ein TV-Duell wünschen sich die Deutschen nicht: Nur 6 Prozent der Befragten hätten sich mehrere TV-Duelle zwischen Angela Merkel und Martin Schulz gewünscht. 36 Prozent hätten gerne mehrere Duelle unter Beteiligung der kleineren Parteien gesehen.

Bereits vor der Wahl haben die Deutschen für sich entschieden, wer der beste Wahlkämpfer ist - oder die beste Wahlkämpferin: 27 Prozent der Befragten halten Angela Merkel für die beste Wahlkämpferin, gefolgt von Martin Schulz (20 Prozent) und Christian Lindner (19 Prozent). Sahra Wagenknecht landet mit 10 Prozent auf dem vierten Platz vor Cem Özdemir (5 Prozent).


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