RTF.1 - Radio für die Region Neckar-Alb

Region Neckar-Alb bei Nacht Region Neckar-Alb bei Tag

Webradio hören Winamp, iTunes Windows Media Player Real Player QuickTime

Gegen Gewalt und Terror

Foto: pixelio.de - Salih Ucar Foto: pixelio.de - Salih Ucar
Friedensmarsch von Muslimen in Köln - Kritik an Ditib-Absage

Vor dem heute in Köln geplanten Friedensmarsch von Muslimen gegen islamistischen Terror haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die Absage des deutsch-türkischen Islamverbands Ditib kritisiert. Für diesen Samstag haben Muslime zu einer Demonstration in Köln gegen Terror und Gewalt aufgerufen, zu der 10.000 Teilnehmer erwartet werden. Der türkisch-islamische Verband Ditib lehnte eine Beteiligung ab.

"Teilnehmen wäre besser gewesen als abseits stehen", sagte de Maizière der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Es sei bedauerlich, dass nicht alle islamischen Dachverbände die Initiative unterstützten. Die Veranstaltung sei eine "wichtige Initiative, die deutlich macht, dass Muslime gegen den Terror im Namen des Islam eintreten", so der Minister. Wenn sie von vielen zivilgesellschaftlichen Gruppierungen begleitet und unterstützt würden, dann sei das umso besser. "Damit klar wird, dass wir gemeinsam für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt eintreten und Verantwortung übernehmen."

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat anlässlich des Friedensmarschs in Köln vor einem "Generalverdacht" gegen Muslime gewarnt. "Die Grenzen verlaufen bei uns nicht zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, nicht einmal zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen. Wir ziehen unsere Grenze zwischen extremistischen Mördern und den rechtstreuen Menschen unserer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft", schrieb Maas in einem Gastbeitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger". 

Maas sieht die muslimischen Verbände "selbstverständlich in einer besonderen Verantwortung, extremistische Strömungen in den Moscheen bereits im Keim zu ersticken". Moscheen dürften kein Ort der Radikalisierung sein. Es sei Aufgabe der gesamten Zivilgesellschaft, sich von Terror zu distanzieren. "Das scheint leider der Islamverband Ditib nicht verstanden zu haben. Der Verband isoliert sich mit seiner Absage immer mehr und darf sich nicht wundern, wenn er so den Gegnern des Islam neue Argumente liefert." In muslimischen Gemeinden dürfe auch kein Platz für Antisemitismus sein, mahnte Maas. "Juden sollen nie wieder Angst haben müssen, sich in Deutschland als Juden erkennen zu geben." Und auch die sexuelle Orientierung dürfe für niemanden ein Grund zur Benachteiligung sein - auch nicht innerhalb der katholischen Kirche.


Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

Foto: Pixabay.com
Sicherer wohnen im Alter - Die besten Tipps Stolpern, Ausrutschen, eine Treppe verfehlen - früher hat man sich sofort wieder gefangen. Jetzt plötzlich kann es aber schief gehen. Jedes Jahr sterben sechsmal mehr Menschen über 65 an den Folgen von Unfällen im Haushalt als im Straßenverkehr. Das müsste nicht sein. Lesen Sie, wie Sie Ihre Wohnung unfallsicherer machen können.
Foto: RTF.1
Nicht jedes schmerzende Hüftgelenk braucht OP und Prothese In Deutschland werden jedes Jahr rund 400.000 künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt. Ein fragwürdiger Rekord. "Der Einsatz eines künstlichen Gelenks sollte erst dann erwogen werden, wenn alle anderen gelenkerhaltenden Möglichkeiten der Behandlung ausgeschöpft sind", rät Professor Dr. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik in Bad Abbach.
Foto: RTF.1
Innenstaatssekretär Krings will Abläufe bei Asylentscheidungen überprüfen Als Konsequenz aus den Korruptionsvorwürfen gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat Innenstaatssekretär Günter Krings eine Überprüfung der Abläufe bei Asylentscheidungen angekündigt.

Weitere Meldungen